Der Prophet (s.) sagte: "Ich hinterlasse euch zwei wertvolle
Dinge: das Buch Gottes und meine Familie. Wahrlich, diese beiden werden niemals
voneinander getrennt sein, bis sie mir begegnen am Teich von Kauthar" (am Tag des
Gerichts).
Ich halte es für angebracht, kurz die bekannte und authentische (d.h.
eine ununterbrochene Kette von Überlieferern aufweisende) Überlieferung, die dem
Propheten des Islam (s.) zugeschrieben wird, nämlich das Hadith Thaqalain, zu
kommentieren. Es liegt jenseits meiner Macht, über die erhabene moralische,
transzendentale, spirituelle und mystische Position und Stellung dieser beiden Dinge zu
sprechen, deren Werte die gesamte Skala des Seins, von dieser Welt bis zu den Himmeln und
darüber hinaus zu Seiner Göttlichen Wahrheit einschließlich Zyklen, die jenseits meines
oder eures intellektuellen Fassungsvermögens liegen; wenn dies nicht unmöglich ist,
erfordert es jedoch große Anstrengungen und Beharrlichkeit. Ich möchte auch nicht die
unermeßlichen Verluste, die der Menschheit wegen ihrer Nachlässigkeit zugestoßen sind,
kommentieren. Noch ist es meine Absicht, ausführlich das Unrecht zu beschreiben, das
diesen zwei wertvollsten Dingen von Gottes Feinden und Tyrannen zugefügt wurde. Ich
möchte nur einige Dinge, die diesen beiden "Treuhandgütern" (dem heiligen
Quran und der Nachkommenschaft des Propheten) geschehen sind, kurz erwähnen.
Vielleicht wird mit diesem Satz "diese beiden werden niemals
voneinander getrennt sein, bis sie mir am Teich begegnen", angedeutet, daß nach dem
Tode des Propheten Muhammad (s.) beiden die gleiche Behandlung zukommen soll. Was dem
einen zustößt, wird dem anderen in gleicher Weise zustoßen und das eine zu
vernachlässigen, bedeutet, auch das andere zu vernachlässigen bis zu der Zeit, da sie
dem Gesandten Gottes (s.) am Teich von Kauthar begegnen. Ob dies den Zusammenschluß von
Teilen in einer Einheit bedeutet, das Verschwinden von Tropfen im Teich, oder etwas
anderes, liegt jenseits von menschlichem Intellekt und Erkenntnis. Man sollte hinzufügen,
daß die Unterdrücker die gleiche Ungerechtigkeit nicht nur diesen zwei Treuhandgütern
von Gottes Gesandtem, sondern auch der muslimischen Gemeinschaft - und der Menschheit -
zugefügt haben.
Es muß betont werden, daß die Überlieferung von Thaqalain wiederholt
von vielen Seiten zitiert und als Beweis angeführt wurde, von islamischen Rechtsgelehrten
beider Richtungen des Islam, der sunnitischen und schiitischen, einschließlich der sechs
verläßlichen Sammlungen. Diese edle Überlieferung ist ein unzweifelhafter Beweis für
die Menschheit als einem Ganzen und insbesondere für die Muslime aller Denkschulen und
alle sind ihm gegenüber verantwortlich, vor allem die islamischen Rechtsgelehrten.
Betrachten wir, was dem Buche Gottes, diesem göttlichen Geschenk und
Vermächtnis des Gesandten Gottes (s.) zugestoßen ist. Nach dem Märtyrertod Imam Alis
(a.) mißbrauchten die egoistischen Tyrannen und Unterdrücker den Heiligen Quran
als ein Mittel zur Errichtung anti-quranischer Herrschaften. Um dies zu erreichen,
zwangen sie mit unterschiedlichen Vorwänden die wahren Interpreten des Quran und
andere, die die Wahrheit erkannt hatten, und die in ihren Ohren immer noch die Stimme des
Propheten hörten, als er sagte: "Ich hinterlasse euch zwei große und wertvolle
Dinge", von der Bildfläche zu verschwinden. Somit wurde der Quran, die
größte materielle und spirituelle Führung für die Menschheit bis zum Tage des
Gerichts, beiseite geschoben und die Herrschaft des göttlichen Gesetzes, was eines der
Ideale dieses heiligen Buches war und ist, wurde vergessen.
Die Verdrehung des Quran, der göttlichen Tradition und Gottes
Religion wurden die Regel. Je weiter diese Abweichungen und Verzerrungen fortschritten,
desto mehr geriet der Heilige Quran, der für die Erhöhung der Menschheit offenbart
worden war, in Vergessenheit. Der Quran, der Muhammad (s.) vom Allmächtigen Gott
offenbart wurde, um die Menschheit zu ihrem rechtmäßigen Status zu erhöhen und diesen
Ursprung göttlicher Attribute vor Tyrannei und Bösem zu erretten, um die Herrschaft der
Gerechtigkeit und Gleichheit einzusetzen und die Regierung Menschen Gottes, den
Unfehlbaren (a.) anzuvertrauen, so daß diese sie denjenigen übertragen, die den
Interessen der Menschheit dienen, wurde in allen Bereichen entfernt, als ob er keine
Aufgabe in der Rechtleitung der Menschen habe.
In den Händen der tyrannischen Regierungen und schlechten Klerikalen,
die dekadenter als despotische Herrscher waren, wurde der Heilige Quran zu einem
Instrument von Unterdrückung, Grausamkeit und Korruption entstellt und verzerrt, um
tyrannische Handlungen der Feinde Gottes zu legitimieren. Unglücklicherweise hat der
Quran, dieses das Schicksal des Menschen bestimmende Buch, für die Feinde und
unwissenden Freunde des Quran keine andere Bedeutung, als zur Rezitation auf
Friedhöfen und bei Beerdigungszeremonien. Das Buch, das die Quelle der Einheit der
Muslime und der Menschheit und eine lebendige Quelle in ihrem Leben sein sollte, wurde zum
Ursprung von Zwietracht und Meinungsverschiedenheiten oder wurde völlig von der Bühne
des Lebens beseitigt. Dies ging soweit, daß jemand, der über islamische Herrschaft oder
Politik, was die Hauptrolle des Islam, des Propheten (s.), des Quran und der
Traditionen war, sprach, als jemand angesehen wurde, der die größte Sünde begangen
hatte, und es wurde für ihn der Begriff "politischer Geistlicher" gebraucht,
was den Eindruck einer unreligiösen Person vermittelte - und so ist es bis heute. In den
letzten Jahren haben die großen satanischen Mächte durch ihre lokalen Marionettenregimes
die sich fälschlicherweise als dem Islam verpflichtet erklären, den mit künstlerischen
Kalligraphien versehenen Quran veröffentlicht und ihn überall verteilt, um ihren
Interessen zu dienen und dieses Heilige Buch bei Gelegenheit zur Seite zu schieben. Wir
sind alle Zeugen, wie der von Muhammad Reza Pahlawi gedruckte Quran einige Leute und
sogar einige Geistliche getäuscht hat, die die Essenz des Islam ignorierten und Pahlawi
lobten. Wir sehen auch, daß König Fahd jährlich große Summen aus dem öffentlichen
Besitz zuweist, um diese Art des Quran zu veröffentlichen und die antiqur'anische
basislose Religion des Wahhabismus zu propagieren - womit er den Heiligen Quran
entstellt, die Leute drängt, die Supermächte zu unterstützen und den Quran wie
auch den Islam ausnutzt.
Unsere Nation ist stolz darauf, Anhänger eines Glaubens zu sein, in
dem der Heilige Quran von der Einheit der Muslime und der Menschheit spricht. Wir
sind stolz, daß unser Glaube den Quran von den Friedhöfen ausgegraben hat und als
die größte Vorschrift für die Befreiung des Menschen von allen geistigen und
intellektuellen Fesseln, die ihn zu Zerstörung, Sklaverei und Knechtschaft führen,
gerettet hat.
Wir sind stolz darauf, Anhänger eines Glaubens zu sein, dessen
Begründer von Gott bestimmt wurde und in dem All ibn Abi Talib (a.), dieser von allen
Fesseln und Verwicklungen der Knechtschaft freie Diener Gottes, bestimmt wurde, um die
Menschheit von allen Fesseln der Sklaverei und Knechtschaft zu befreien.
Wir sind geehrt, daß die Nahjul-Balagha, eines der größten Werke
für das geistige und materielle Leben, das nach dem heiligen Quran das größte
Buch der menschlichen Befreiung ist und dessen spirituelle und politische Aussagen das
beste Mittel für eine gerechte Herrschaft und Regierung sind, unseren unfehlbaren Imam
Ali (a.)als Autor hat.
Wir sind geehrt, die unfehlbaren Imame von Ali ibn Abi Talib bis zum
Erlöser der Menschheit, seine Heiligkeit Mahdi, dem Herrn der Zeiten (a.), der durch die
Macht der Allmacht lebt und über unser Handeln wacht, als unsere Führer gehabt zu haben.
Wir sind geehrt, daß unsere unfehlbaren Imame die Verfasser solch
erhabener und mit Leben erfüllenden Werke sind, wie die Bittgebete für den Monat
Scha'ban, das Arafahgebet von Imam Hussain (a.), das Sahiffeye Sajjadiye und das Sahiffeye
Fatemieh, die göttlichen Offenbarungen an die Heiligkeit Fatima Zahra (a.).
Wir sind stolz, daß Imam Baqer ul 'ulum (a.), dessen erhabene Worte
und Gedanken nur vom Allmächtigen Gott, Seinem Gesandten (s.) und den unfehlbaren Imamen
verstanden werden konnten, unser Imam war; und wir sind stolz, daß wir Anhänger von Imam
Ja'afar Sadiq (a.) sind, dessen religiöse Rechtswissenschaft ein riesiger und endloser
Ozean ist. Wir sind stolz auf alle unfehlbaren Imame (a.) und wir haben uns verpflichtet,
ihnen zu folgen.
Wir sind stolz, daß die unfehlbaren Imame (a.) eingesperrt wurden, im
Exil lebten und schließlich Märtyrer wurden, in ihren Anstrengungen, den Islam zu
erhöhen und in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung und Grausamkeit von Tyrannen. Und
heute sind wir stolz, daß wir die Vorschriften des Quran und die Traditionen wieder
einführen wollen und daß die gesamte Nation in dieser großen Anstrengung eifrig
teilnimmt, dabei Besitz, ihr Leben und ihre Geliebten im Wege Gottes opfernd.
Wir sind stolz, daß unsere Frauen, ungeachtet ob jung oder alt,
prominent oder unbekannt, sich an der Seite der Männer im kulturellen, ökonomischen und
militärischen Bereich beteiligen, manchmal sogar besser als die Männer, was die
Propagierung der islamischen Lehren anbelangt. Jene, die fähig sind, zu kämpfen, nehmen
militärischen Unterricht - was eine wichtige Strategie für die Verteidigung des Islam
und des islamischen Staates ist - und ignorieren tapfer und hingebungsvoll die Verluste,
die die verschwörerischen Feinde und die unwissenden Freunde ihnen, dem Islam und den
Muslimen, zugefügt haben. Sie haben sich von Aberglauben befreit, die Feinde für ihren
eigenen Vorteil durch unwissende Leute oder einige uninformierte Geistliche über die
Interessen der Muslime produziert haben. Jene, die nicht fähig sind zu kämpfen, leisten
eifrig Dienste hinter der Front, und zwar so eifrig und mutig, daß unsere Nation sich
daran erfreut und die Feinde und unwissenden Freunde, die schlechter als Feinde sind, sich
daran erzürnen. Wir waren wiederholt Zeugen, daß Frauen gleich Hazrate Zainab (a.)
heraus schrien, daß sie stolz sind, ihre Kinder im Wege des Allmächtigen Gottes und des
Islam verloren zu haben und daß sie bereit sind, alles zu opfern, was sie besitzen, denn
sie wissen, daß das, was sie dafür bekommen, weit über dem Segen des Himmels ist,
geschweige denn der trivialen weltlichen Dingen. Unsere Nation, tatsächlich alle
islamischen Nationen und unterdrückten Völker der Welt sind stolz, daß ihre Feinde die
Feinde des glorreichen Gottes, des heiligen Quran und des edlen Islam sind, und sie
sind wahrlich Wilde, die nicht zögern, Verbrechern und verräterische Taten jeder Art zu
begehen, um ihre schlechten und kriminellen Ziele zu propagieren, Herrschaft zu erlangen
und ihre gemeinen Interessen zu befriedigen. Diese Feinde des Islam werden angeführt von
den Vereinigten Staaten von Amerika, diesem ungehemmten terroristischen Staat, der alles
in Brand steckt. Und sein Verbündeter, der internationale Zionismus, schreckt vor keinem
Verbrechen zurück, um seine niedrigen und gierigen Ziele zu erreichen. Die törichte
Vorstellung von "Großisrael" führt sie dazu, jedes erdenkliche ehrlose
Verbrechen zu begehen. Muslimische Nationen und die unterdrückten Völker der Welt sind
stolz, daß ihre Feinde der jordanische Hussain, dieser professionelle vagabundierende
Verbrecher, Hassan von Marokko und Husni Mubarak, Kriminelle im Dienste Amerikas und
Israels sind. Sie zögern nicht, irgendeine Art von Verrat gegen ihre eigenen Nation zu
begehen, um den USA dienlich zu sein. Wir sind erfreut, den Ba'thisten Saddam, der bei
Freund und Feind als Krimineller und Verletzer Internationalen Rechts und der
Menschenrechte bekannt ist, zum Feind zu haben; dessen Verrat an dem unterdrückten Volk
von Irak und den Völkern der Emirate des Persischen Golfes nicht weniger schwer war als
der an unserem Land und unserem Volk begangene. Wir und andere unterdrückte Nationen der
Welt sind stolz, Opfer krimineller Anschuldigen der Supermächte durch die von ihnen
kontrollierten internationalen Massenmedien und ihrer Propagandamaschinerie zu sein.
Welcher Stolz wäre sublimer und würde besser bezeugen, daß Amerika, trotz seiner
militärischen Macht, Prahlerei, seines Reichtums und seiner Kontrolle über den Reichtum
anderer Länder, seiner Kontrolle der Massenmedien und Marionettenregimes durch die
unerschrockene iranische Nation so entehrt und so sprachlos gemacht wurde, daß es nicht
weiß, wohin und an wen es sich wenden soll? Dies ist nicht das Werk von jemandem oder
etwas außer der göttlichen Hilfe vom Allmächtigen, die die Nationen, insbesondere die
iranische Nation, aufgerüttelt hat und sie von der Dunkelheit der despotischen Monarchie
ins Licht, das Licht des Islam, geleitet hat.
Bei dieser Gelegenheit rate ich den unterdrückten Nationen, nicht von
diesem geraden Weg der weder zum atheistischen Osten noch zum unterdrückenden heidnischen
Westen führt, abzuweichen, sondern vielmehr dem von Gott geschenkten Weg fest verbunden
und loyal zu sein. Der Dank für diesen Segen sollte nicht einen Moment lang
vernachlässigt werden. Gestattet keiner Hand einer unreinen Supermacht, gleich ob
einheimisch oder ausländisch, sich in eure Absichten und euren Willen einzumischen. Seid
gewiß, daß je feindlicher euch eine östliche oder westliche satanische Macht begegnet,
desto mehr reflektiert dies eure göttliche Unterstützung. Dies trifft auch auf die
Massenmedien zu, und der Allmächtige Gott wird sie auf die beste Art und Weise belohnen
und bestrafen, in dieser Weit wie auch im Jenseits. Wahrlich, Er ist der Herr aller Gnaden
und "in Seinen Händen liegt die Herrschaft über alle Dinge." (23:88). Ich
appelliere ernstlich an alle muslimischen Nationen, den Praktiken und Traditionen der
unfehlbaren Imame (a.) bezüglich politischer, sozialer, ökonomischer und militärischer
Angelegenheiten zu folgen und um ihretwillen alles zu opfern, was nötig ist. Die
traditionelle Rechtsprechung oder religiösen Gesetze, die die Manifestation der
prophetischen und imamatischen Schule ist und die das Wachsen und die Entwicklung der
Nationen durch ihre primären wie auch ihre sekundären Verordnungen garantieren, müssen
geschützt werden. Ihr dürft nicht ein Jota von den Lehren beider Schulen islamischer
Rechtsprechung abweichen und den Beschwörungen der sich davonschleichenden Anstifter, die
Feinde der Religion und der Wahrheit sind, zuhören. Seid gewiß, daß selbst ein kleiner
Schritt in Richtung auf eine Abweichung die Einleitung der Korruption von Religion,
islamischen Ordnungen und der Göttlichen gerechten Herrschaft sein kann. Vernachlässigt
niemals die Freitagsgebete und die täglichen Gemeinschaftsgebete. Das Freitagsgebet ist
eine der größten Gnaden, die der Allmächtige dieser Nation geschenkt hat, denn es ist
die politische Version des Gebets. Auch die Trauerzeremonien anläßlich der Todestage der
unfehlbaren Imame, insbesondere des Herrn aller Märtyrer, Abu-Abdollah Hussain (mögen
Gott, Seine Engel, die Propheten und Heiligen seine große und tapfere Seele segnen),
dürfen niemals vernachlässigt werden. Die Erinnerung an dieses große Epos muß wach
bleiben. Denkt daran, daß die verwünschenden und verdammenden Schreie gegen die
unfehlbaren Imame sich in den heldenhaften Protesten der Nationen gegen die grausamen
Despoten Jahrhunderte hindurch widerspiegeln. Es ist nötig, daß sich die Verbrechen der
Tyrannen zu jeder Zeit und Ära in den Klagen und den für die Imame gehaltenen Elegien,
widerspiegeln. Im heutigen Zeitalter ist die Unterdrückung der muslimischen Nationen das
Werk der USA, der UdSSR und deren Lakaien, wie etwa der Saudis, diesen Verrätern des
Hauses Gottes (möge Gottes Verdammnis sie erreichen). Wir müssen alle wissen, daß es
diese politischen Zeremonien (Freitagsgebet, Hadsch, Gemeinschaftsgebet) sind, die die
Muslime, insbesondere die Zwölfer-Schiiten vereinen, ihre Würde schützen und ihre
Identität erhalten werden.
Ich möchte hier erwähnen, daß mein politisch-religiöses Testament
nicht allein für das Volk von Iran geschrieben wurde, sondern es ist ein Rat an alle
muslimischen Nationen wie auch an die unterdrückten Völker der Erde, ungeachtet ihrer
Nationalität oder Religion. Ich bete demütig zum ruhmvollen und prächtigen Gott, unsere
Nation niemals, auch nicht für einen Moment zu vernachlässigen und den Kindern des Islam
und unseren geliebten Kämpfern niemals Seine Göttlichen Segnungen zu versagen.
Ruhollah al-Musawi al-Khomeini
Politisches und religiöses Testament
Die Bedeutung der Islamischen Revolution in Iran, die durch die
Anstrengungen von Millionen achtenswerten Menschen und dem Blut von Tausenden von
Märtyrern und Kriegsversehrten - den lebendigen Märtyrern - geschaffen und die als eine
Quelle der Hoffnung und Inspiration von den Millionen Muslimen und unterdrückten Menschen
in der Weit angesehen wird, ist so groß, daß ihre Beschreibung der Macht von Stift und
Sprache trotzt.
Ich, Ruhollah al-Musawi al-Khomeini, trotz der Vielzahl meiner Fehler
immer der Güte des höchsten Herrn gedenkend, der zur nächsten Welt aufbricht mit einer
Ausrüstung für diese gefährlichen Reise, die einzig aus meiner Hoffnung und meinem
Vertrauen in die Güte des großzügigen höchsten Wesens besteht, und als ein
bescheidener Student der islamischen Rechtswissenschaft der, wie alle anderen Geschwister,
an diese Revolution und das Fortbestehen des Erreichten glaubt, ergreife diese
Gelegenheit, um einige Punkte zu erwähnen - wiederholend, wie es scheint - als meinem
Letzten Willen und Testament für die gegenwärtige und für zukünftige Generationen, und
ich flehe Gott den Gnädigen an, mir hierbei absolute Aufrichtigkeit zu schenken.
1. Wir wissen alle, daß diese große Revolution, die den Einfluß
von Weltvernichtern und Tyrannen im Iran unterband, einzig mit der unsichtbaren Hilfe
Seiner Göttlichkeit möglich war. Es wäre der iranischen Nation nicht möglich gewesen,
diese große Leistung zu erreichen, angesichts der folgenden Zustände die zu jener Zeit
das Land prägten: der ungeheuren Propaganda gegen den Islam und die Ulama, besonders im
gegenwärtigen Jahrhundert; der Schaffung von Meinungsverschiedenheiten und Zwietracht
zwischen Schriftstellern, Poeten, Rednern und Massenmedien; der Unzahl von Vierteln der
Prostitution, des Spiels, der Bars und Kabaretts, die darauf abzielten, die junge
Generation - eine Generation mit einer innewohnenden Verpflichtung zum Fortschritt unseres
Landes - durch die verräterischen Akte des korrupten Schah und seines unkultivierten
Vaters zu Gleichgültigkeit und Laster zu ziehen; der Regierungen und
Marionettenparlamente, die der Nation durch ausländische Botschaften im Iran auferlegt
wurden; der Stellung der Hochschulen, Universitäten, höheren Schulen und
Bildungsinstitutionen mit deren westlicher oder östlicher Prägung; der Lehrer und
Professoren, die dem Islam, der islamischen und nationalen Kultur gegenüber feindlich
gesinnt waren, und angesichts dutzender anderer Probleme, wie die von der Regierung
betriebene Isolation der Geistlichkeit und die Verkehrung ihres Denkens mit Hilfe der
staatlichen Propagandamaschinerie, kam es einem Wunder gleich, daß diese Nation fähig
war sich vereint zu erheben mit dem Ruf "Allahu-akbar". Allein auf sich
vertrauend, vertrieben sie die herrschenden Mächte im Land, kehrten die ausländischen
Mächte hinweg und machten sich zum Herrn ihres eigenen Schicksals. Ohne Zweifel heben der
Ursprung, das Motiv und die Kennzeichen des Kampfes die Islamische Revolution in Iran von
anderen Revolutionen heraus. Sicherlich war dies ein heiliges und göttliches Geschenk
für die unterdrückte und tyrannisierte iranische Nation.
2. Der Islam und die Islamische Regierung sind göttliche Dinge,
deren Verwirklichung Wohlstand in dieser Welt und Rettung im Jenseits garantieren. Sie
können Ungerechtigkeiten, Tyranneien, Verwüstungen und Korruptionen zunichte machen und
der Menschheit helfen, zur Perfektion zu gelangen. Im Gegensatz zu religionsfeindlichen
Ideologien, gibt der Islam Richtlinien für jeden Aspekt des Lebens, seien sie sozialer,
materieller, spiritueller, kultureller, politischer, militärischer oder ökonomischer
Art. Im Hinblick auf die individuelle und gesellschaftliche Erziehung und den materiellen
und spirituellen Fortschritt wird kein Punkt, gleich wie unbedeutend er auch erscheinen
mag, übersehen, so daß der Mensch Lösungen für seine Probleme findet.
Nun, da durch die Macht Gottes die Islamische Republik mit den
mächtigen Händen der hingebungsvollen Menschen dieses Landes errichtet wurde und die
Regierung an den Vorrang des Islam und islamischer Verordnungen denkt, ist es die
Verpflichtung des edlen Volkes von Iran, nach der Erfüllung aller Aspekte dieses Systems
zu streben, da die Bewahrung des Islam vor allen anderen Verpflichtungen den Vorrang hat.
Die großen Propheten, beginnend bei Adam (a.) bis zum Siegel der
Propheten (s.) waren unermüdlich besorgt und brachten Opfer für den Islam, und ihr Kampf
wurde von den Imamen (a.) fortgesetzt, die für seine Erhaltung ihr Möglichstes taten,
und einige gaben sogar ihr Leben dafür. Heute ist es eine Verantwortung aller Muslime
allgemein und der iranischen Nation im Besonderen, dieses göttlich Anvertraute, das im
Iran formell proklamiert wurde und was in einer kurzen Zeitspanne große Ergebnisse
hervorgebracht hat, zu sichern, so gut sie können; die nötigen Bedingungen zu schaffen
für ihre ewige Dauer wie auch Hindernisse zu beseitigen und Hemmnisse auf ihrem Weg zu
überwinden, so daß hoffnungsvoll ihre glitzernden Strahlen schließlich alle
muslimischen Länder erleuchten, Regierungen und Menschen antreibt, gegenseitiges
Verständnis zu erreichen in bezug auf diese lebenswichtige Frage und ihnen hilft, ein und
für allemal, den Einfluß der weltvernichtenden Supermächte und der Kriminellen der
Geschichte von den tyrannisierten und unterdrückten Völkern der Welt zu eliminieren.
Ich, der ich nun die letzten Atemzüge meines Lebens nehme, gestatte mir, einige der
Elemente, die dem Schutz und der Verewigung dieses göttlichen Geschenks förderlich sind,
wie auch einige der bedrohenden Hindernisse und Gefahren zum Nutzen der jetzigen und
zukünftiger Generationen aufzuweisen, und ich bitte den Allmächtigen um den Erfolg aller
in dieser Angelegenheit.
A. Unbestreitbar ist das Geheimnis der Dauerhaftigkeit der
Islamischen Revolution im Iran das gleiche Geheimnis, das ihren Sieg verursachte. Die
Nation kennt das Geheimnis des Sieges der Islamischen Revolution bereits und die
zukünftige Generation wird in ihren Geschichtsbüchern lesen, daß zwei wesentliche
Bestandteile der Revolution ihre göttliche Ideologie und die Solidarität der Menschen im
ganzen Land mit einem einheitlichen Motto, Geist und Ziel waren.
Ich rate allen Generationen, gegenwärtigen und zukünftigen, die den
Islam und die Herrschaft Gottes wünschen und die Vernichtung der Einflüsse von
Kolonialisten und Ausbeutern inner- und außerhalb des Landes erleben wollen, nichts
anderes zu tun, als dieses göttliche Gefühl, das der höchste Herr im Heiligen
Quran betont hat, zu erhalten, ein Gefühl das uns hilft, individuelle Unterschiede
zu vergessen. Die Komplexe internationaler Propagandamaschinerie, welche das Sprachrohr
unserer Feinde sind, wie auch der lokalen Ableger hier und dort, beuten ihre Ressourcen
aus, um Gerüchte und Uneinigkeiten schaffende Lügen zu verbreiten und investieren
Milliarden von Dollar für einen offensichtlichen Zweck. So sind auch die regelmäßigen
Ausflüge zu den Städten der Region durch die Feinde der Islamischen Republik Iran, unter
ihnen unglücklicherweise turbantragende Pharisäer, Lehnsherren und Führer gewisser
muslimischer Nationen, die an nichts anderes denken als ihren persönlichen Vorteil, die
nicht protestierende Diener der Vereinigten Staaten sind. Diese Uneinigkeit schaffende und
zerstörerische Propaganda zu durchkreuzen sollte die Sorge der iranischen Nation und der
Muslime der Welt jetzt und in Zukunft sein. Ich rate den Muslimen und insbesondere den
Iranern, auf alle feindliche Propaganda zu reagieren, eure Einheit mit allen Mitteln zu
stärken und damit die Ungläubigen und die heuchlerischen selbstgerechten Feinde zu
entmutigen.
B. Eine der größten Verschwörungen dieses Jahrhunderts und
insbesondere der letzten Jahrzehnte und seit dem Sieg der Islamischen Revolution ist die
ungeheure multidimensionale, weltweite Propaganda, die darauf abzielt, die muslimischen
Nationen und insbesondere das iranische Volk vom Islam zu enttäuschen; sie sollen ihr
Vertrauen in den Islam verlieren und ihn am Ende aufgeben. Manchmal wird mit harten und
expliziten Argumenten behauptet, daß islamische Gesetze, die 1400 Jahre alt sind, keine
Basis für eine effiziente Verwaltung von Ländern im modernen Zeitalter sein könnten.
Manchmal behaupten sie, daß der Islam eine reaktionäre Religion sei, die sich jeder
Innovation und Manifestation der modernen Zivilisation widersetzt, und daß im
gegenwärtigen Zeitalter kein Land sich von der Zivilisation und ihren verschiedenen
Manifestationen fernhalten könne. Manchmal wird in Form von dummer und gelegentlich
boshafter und bösartiger Propaganda, die hübsch verpackt als pro-islamische Propaganda
angeboten wird, unter dem Vorwand, die Heiligkeit des Islam zu schützen, unter anderem
behauptet, der Islam habe wie andere göttliche Religionen die Aufgabe, das Ego des
Menschen zu läutern, den Menschen zu Askese, Gottesverehrung und zum Verzicht auf
materielle Streben einzuladen, um ihn Gott näher zu bringen und ihn somit von den
weltlichen Angelegenheiten fernzuhalten. Sie argumentieren, daß Staat, Regierung und
Politik diesen hohen spirituellen Zielen entgegenstehen, weil diese Aktivitäten einzig
für diese materielle Welt sind, was den Lehren der großen Propheten widerspreche.
Unglücklicherweise hat diese Propaganda der letzten Kategorie einige muslimische,
klerikale und religiöse Personen, die keine sicheren Informationen über die Lehren des
Islam haben, beeinflußt, so daß sie die Beteiligung an Politik und Regierungsaufgaben
als eine Todsünde angesehen haben. Dies ist ein Unglück, das dem Islam zugestoßen ist.
Verfechter der ersten Vorstellung sind entweder praktisch uninformiert
über Regierung, Gesetze und Politik oder täuschen für ihre eigenen Zwecke Unwissenheit
vor; die Durchführung von Gesetzen, die auf Gerechtigkeit, Gleichheit und
Unparteilichkeit, der Kontrolle von Unterdrückern und unterdrückerischen Herrschaften,
der Förderung von Gerechtigkeit für Individuen und die Gesellschaft, der Kontrolle von
Korruption und Prostitution und anderen abweichenden Genüssen und alternativ auf der
Anerkennung ziviler Freiheiten auf der Basis von Verstand, Gerechtigkeit, Unabhängigkeit
und Selbstbewußtsein basieren, sollen Kolonialismus, Ausbeutung, Sklaverei und
Knechtschaft verhindern; körperliche Bestrafungen sollen auf der Basis von Gerechtigkeit
verhängt und Korruption und Zerstörung der Gesellschaft verhindert werden. Engagement in
der Politik und in Verwaltungsangelegenheiten der Gesellschaft auf der Basis von Verstand,
Gerechtigkeit, Gleichheit und anderen Faktoren sind keine Dinge, die im Laufe der Zeit
altmodisch oder überholt werden. Das Argument wäre im entgegengesetzten Sinne nur
vernünftig, wenn es vorschlagen würde, daß in unserem gegenwärtigen Jahrhundert der
allgemeine Begriff vom Gesetz ersetzt werden sollte, oder daß, obgleich seit Anbeginn der
menschlichen Schöpfung der Allmächtige bestimmt hat, daß soziale Gleichheit praktiziert
und Tyrannei, Plünderung und Mord verhindert werden sollen, diese göttlichen Gesetze
heute im Atomzeitalter altmodisch und überholt seien.
Der Anspruch, daß der Islam sich technologischen Innovationen
widersetzt, ist wie Muhammad Reza Pahlawis Ausspruch, daß die Ulama und Verfechter der
Islamischen Revolution das Reisen auf Vierfüßlern vertreten, nichts anderes als eine
dumme Behauptung. Wenn sie mit "den Manifestationen von Zivilisation und
Innovation" Erfindungen, neue Produkte und fortgeschrittene Technologie meinen, die
zum Fortschreiten des Menschen und seiner Zivilisation führen, so wurde diese Vorstellung
niemals, noch wird sie jemals vom Islam oder anderen göttlichen Religionen bekämpft. Im
Gegenteil betonen der Islam und der Heilige Quran den Wert von Wissenschaft, Lernen
und Technologie. Wenn aber "Zivilisation und Modernität" gemäß der
Terminologie einiger professioneller Intellektueller, die es als Freiheit definieren, sich
mit religiös verbotenen Taten einschließlich Prostitution und sogar homosexuellen
Beziehungen und dergleichen zu beschäftigen, interpretiert werden soll, dann kann ich nur
sagen, daß diese Vorstellung stets allen göttlichen Religionen und Völkern
entgegensteht, wenn auch einige Individuen oder pro-östliche und pro-westliche Leute
diese Dinge blind propagieren.
Was jedoch die zweite Kategorie der Gegner des Islam betrifft, die
heimtückische Pläne haben und die den Islam von Regierung und Politik trennen, müssen
diese erinnert werden, daß der Heilige Quran und die Überlieferungen des Gesandten
Gottes mehr Verordnungen in bezug auf Regierung und Staatskunst haben als über jeden
anderen Bereich. Noch wichtiger ist, daß viele der scheinbar andachtsvollen Vorschriften
im Islam tatsächlich auch politische Aspekte haben, deren Mißachtung verantwortlich ist
für die gegenwärtigen Leiden der muslimischen Welt.
Der Prophet des Islam (s.) hat eine Regierung wie andere Regierungen in
der Welt eingesetzt mit der Ausnahme, daß seine eine zum Zwecke der Förderung sozialer
Gerechtigkeit und Gleichheit war; ebenso hatten die frühen muslimischen Kalifen
richtiggehende Regierungen, und entsprechend war Imam Alis (a.) Regierung, die umfassender
war und mehr einschloß und die eine offensichtliche historische Tatsache ist.
Aufeinanderfolgende Regierungen wurden auch im Namen des Islam eingesetzt und selbst heute
gibt es viele und verschiedene Regierungen, die vorgeben, islamisch und auf den
Verordnungen des Islam und des Propheten Muhammad (s.) begründet zu sein.
In diesem Letzten Willen spreche ich diese Dinge kurz an, darauf
vertrauend, daß unsere Wissenschaftler, Soziologen und Historiker die Muslime von der
Illusion befreien werden, daß die Propheten (s.) einzig mit geistigen Dingen befaßt
waren, und daß die Beteiligung an der Regierung und der Leitung der staatlichen
Angelegenheiten in Religionen verurteilt wird. Die Behauptung, daß die Propheten und die
Heiligen es ablehnten, sich in diesen Bereichen zu engagieren, und daß wir uns
entsprechend auch davor hüten sollen, uns mit diesen Angelegenheiten zu befassen, ist ein
trauriger Fehler, der die Zerstörung muslimischer Nationen bewirkt und die Tür für die
blutdürstigen Kolonialisten öffnet; verboten sind satanische, diktatorische und
tyrannische Herrschaften, die nur zu dem Zweck eingesetzt werden, um über die Massen zu
herrschen und weltliche Angelegenheiten zu korrumpieren, die Anhäufung von Reichtum,
Machtgier und kurz gesagt alles, was den Menschen dazu bringt, den Herrn aufzugeben. Die
göttliche Herrschaft ist im Interesse der Unterdrückten und Entrechteten und trachtet
danach, Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten zu verhindern, und sie schafft soziale
Gleichheit und Gerechtigkeit, wofür sich auch Salomon und der Gesandte des Islam (s.)
einsetzten. Dies wird als ein hoher Akt der Anbetung angesehen, da die rationale Politik,
die für die genannten Regierungen kennzeichnend waren, eine primär soziales Erfordernis
ist.
Das iranische Volk muß solche Verschwörungen, auf die islamischen
Vorschriften vertrauend, neutralisieren, und die Schriftsteller und öffentlichen Redner
sollen der Nation bei der Eliminierung der verschwörerischen Satane unserer Zeit
beistehen.
C. Eine solche Verschwörung - vielleicht heimtückischer als der
Rest - ist die Schaffung und Verbreitung von Gerüchten, die beständig überall in
unserem Land umherschwirren und die im wesentlichen auf solche versteckten Andeutungen
hinauslaufen, daß die Islamische Republik wie ihr Vorgänger, nichts für das Volk getan
habe; daß die "armen" Leute mit Inbrunst und Enthusiasmus selbstaufopfernde
Taten vollbrachten, um sich von der tyrannischen Herrschaft der Unterdrücker zu befreien
und nun feststellen müßten, daß sie von einem noch schlechteren Regime geplagt würden;
daß die arrogante vermögende Klasse noch arroganter geworden sei; daß die
unterdrückten Massen noch mehr unterdrückt würden; daß die Gefängnisse gefüllt
würden mit den jungen Menschen, die zuvor die Hoffnung für die Zukunft des Landes
gewesen seien; daß Folterungen nun verbreiteter und abscheulicher seien als im vorherigen
Regime; daß jeden Tag eine Anzahl von Menschen im Namen des Islam hingerichtet würden,
daß die Regierung hier klüger gewesen wäre, wenn sie sich nicht "islamisch"
genannt hätte; daß diese Zeiten sogar noch schrecklicher seien als sie zu Zeiten von
Reza Khan und dessen Sohn waren; daß die Menschen von einer Flut höchster Qualen, Nöten
und hohen Lebenskosten überschwemmt würden; daß die Leute an der Spitze des Staates
diese Regierung in eine kommunistische umwandeln möchten; daß persönliche Besitztümer
enteignet würden und ähnliche Gerüchte, die letztendlich die Strategie eines
heimtückischen Planes sind. Jedes Gerücht wird nach einigen Tagen, wenn es seine
Glaubwürdigkeit verloren hat, durch ein anderes ersetzt; die geeignetsten Orte hierfür
sind unsere Taxen, Busse, oder jede kleine Ansammlung von Menschen. Leider neigen einige
unserer Geistlichen, die diese satanische List nicht durchschauen, dazu, solchen
Gerüchten Glauben zu schenken, weil sie über die Verhältnisse in der Welt, die
Weltrevolutionen, die Entwicklungen und unausweichlichen Nöte, die allen Revolutionen
folgen und über die im Interesse des Islam liegenden Entwicklungen uninformiert sind.
Deshalb nehmen sie solche Gerüchte ohne bösen Willen ernst.
Ich bitte alle, keine Folgerungen zu ziehen oder verurteilende Kritik
zu erheben, ohne zuvor den Zustand der Weltangelegenheiten studiert zu haben und die
Islamische Revolution im Iran mit anderen Revolutionen irgendwo in der Welt verglichen zu
haben; ohne zuerst die Situation in anderen Ländern, während und nach der Revolution
studiert zu haben; ohne die Leiden zu bedenken, die diesem Land von Reza Khan und seinem
Sohn Muhammad Reza durch die Plünderung des Reichtums dieser Nation zugefügt wurden;
ohne zunächst die zerstörerische, vor-revolutionäre Abhängigkeit des Landes und das
damalige System in den Regierungsministerien studiert zu haben; ohne zuvor den Zustand der
nationalen Wirtschaft und der Armee vor der Revolution untersucht zu haben; ohne sich an
die Zentren korrupter Vergnügungen, den schäbigen Zustand der Erziehung in der
vor-revolutionären Zeit zu erinnern und die Situation der Höheren Schulen, Hochschulen
und Universitäten bedacht zu haben; ohne sich den Zustand unserer Jugendlichen, unserer
Frauen und die Leiden der religiösen Menschen in Erinnerung gebracht zu haben; ohne an
den Zustand unserer Moscheen gedacht und auch die Fälle jener studiert zu haben, die
hingerichtet oder schuldig gesprochen und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, ohne sie
mit gegenwärtigen Fällen und den aktuellen Zuständen in Gefängnissen verglichen zu
haben; ohne die Bedingungen der Staatsbeamten, Kapitalisten, großen Gutsherren, Hamsterer
und Profitmacher zu überdenken; ohne die Verhältnisse der post-revolutionären
Gerichtshöfe und Revolutionsgerichte mit dem Zustand unseres Justizsystems vor der
Revolution genau untersucht zu haben und die Richter und ihre Entscheidungen gegeneinander
abgewogen zu haben; ohne die Stellung der Parlamentsabgeordneten der Islamischen Republik
Iran, der Kabinettsmitglieder, der Gouverneure und anderer Beamter genau untersucht und
mit der ihrer Vorgänger verglichen zu haben; ohne die Leistung der Regierung und der
Aufbauorganisation in unterprivilegierten Ortschaften, die nicht einmal Wasserleitungen
und grundlegende Gesundheitsdienste aufzuweisen hatten, mit der Situation vor der
Revolution verglichen zu haben und dies alles unter Berücksichtigung des dem Iran
auferlegten Krieges und seiner natürlichen Konsequenzen, wie etwa die Millionen von
Kriegsflüchtlingen, beraubten Familien und Kriegsverletzten und die in die Millionen
gehenden Flüchtlinge aus Afghanistan und Irak, die regelmäßigen anti-iranischen
Verschwörungen der Vereinigten Staaten und seiner Agenten inner- und außerhalb Irans,
der Mangel an erfahrenen Propagandisten und religiösen Richtern und die Verwirrung, die
von den Feinden des Islam und selbst vom unwissenden Freunden der Islamischen Revolution
geschaffen wurden, oder unzählige andere Dinge.
Ich bitte euch alle, nicht zu kritisieren, bevor ihr die nötigen
Untersuchungen und Vergleiche vorgenommen habt. Seid gnädig mit dem Islam, der nach
Jahrhunderten des Leides unter Tyrannen gerade wiederaufgetaucht ist, der belagert wird
von Feinden inner- und außerhalb unseres Landes. Ich bitte euch selbst zu beurteilen, ob
es nicht besser wäre, die unterdrückten und tyrannisierten Menschen zu unterstützen,
anstatt die Islamische Revolution zu verurteilen und an die Opfer der Verbrecher und
Terroristen zu denken, statt sich mit heuchlerischen Selbstgerechten, Tyrannen,
Kapitalisten und Hamsterern zu solidarisieren und die für ihre Verbrechen Hingerichteten
zu beklagen.
Ich habe niemals zuvor gesagt, noch tue ich das jetzt, daß der Islam
in jeder Hinsicht und Dimension in dieser Republik praktiziert wird, daß niemand gegen
die islamischen Gesetze verstößt, sei es aus Unwissenheit, Mangel an Selbstdisziplin
oder individuellen Umständen, aber ich sage, daß der legislative, judikative und
exekutive Bereich ihr Bestes tun, um dieses Land zu islamisieren, und daß sie dabei von
zig-Millionen unterstützt werden. Würde auch diese Minderheit von Nörglern und
Hinderern dabei helfen und diese Anstrengungen unterstützen, könnten die Ziele leichter
und schneller erreicht werden. Sie werden nicht fähig sein, diesem Volk zu widerstehen,
denn es ist informiert, besorgt und wachsam und wird diese Minderheit schlagen und die
humanitären und islamischen Aspekte der Revolution schließlich verwirklichen. Ich wage
zu sagen, daß die iranische Nation rechtschaffener und aufrechter ist als die Menschen
des Hijaz zur Zeit des Gesandten Gottes (s.) und die Menschen von Kufa und Irak während
der Zeit von Imam Ali (a.) und Imam Hussain (a.).
Zu Lebzeiten unseres Propheten (s.) gehorchten ihm die Menschen im
Hijaz nicht und fanden Entschuldigungen, um nicht an die Kriegsfronten zu gehen, so daß
in der Sure al-Taubah der Allmächtige sie getadelt und ihnen Vergeltung zugesichert hat.
Sie beschuldigten den Propheten (s.) zu lügen, bis er sie verfluchte. Auch das Volk von
Kufa tat Imam Ali (a.) Unrecht und war ihm gegenüber so ungehorsam, daß seine Leiden in
vielen religiösen und historischen Büchern aufgezeichnet sind. Das Verhalten der
Menschen von Kufa gegenüber Imam Hussain (a.) endete in der größten Tragödie aller
Zeiten, dem Märtyrertod des Herrn der Märtyrer, und selbst jene Leute von Kufa, die ihn
nicht selbst mit dem Schwert herausforderten, flohen entweder vom Schauplatz oder
entschlossen sich anzusehen, was passieren würde. Im Gegensatz dazu sehen wir heute, daß
die iranische Nation, einschließlich der bewaffneten Streitkräfte, der
Revolutionsgarden, Kriegsfreiwilligen und Angehörigen verschiedener Stämme, unglaubliche
Opfer vor und hinter den Kriegsfronten bringen. Wir sehen die Familien unserer Märtyrer
und Kriegsversehrten, die uns mit Worten ermutigen, was Zeugnis ihrer Liebe und ihres
Vertrauens in Allah, den Islam und das jenseits ist, ungeachtet der Tatsache, daß sie
weder zur Zeit des Propheten (s.), noch eines der unfehlbaren Imame leben. Ihr Vertrauen
und ihre Motivation liegen in ihrem Glauben an das Unsichtbare, was das Geheimnis des
Sieges in seinen verschiedenen Dimensionen ist; der Islam sollte stolz sein auf solche
Nachkommen, und es erfüllt mit großem Stolz, in diesem Zeitalter und in der Gegenwart
einer solchen Nation zu leben. Ich nutze diese Gelegenheit, mich an diejenigen zu wenden,
die aus verschiedenen Gründen die Islamische Revolution bekämpfen, wie auch an die
Jugend, die von Heuchlern und opportunistischen Abtrünnigen, die ihren Vorteil auf Kosten
anderer suchen, ausgenutzt werden und fordere sie auf, vorurteilslos und mit klarem
Verstand die Propaganda derer, die den Zusammenbruch der Islamischen Revolution wünschen,
selbst zu untersuchen und zu beurteilen; deren Verhalten gegenüber den unterdrückten
Massen, den Gruppen, Regierungen und ihren eigenen Anhängern und ihre Positionswechsel
bei verschiedenen Anlässen zu untersuchen und dies alles zu vergleichen mit dem Verhalten
und Charakter derjenigen, deren Angehörige durch die Hände der Heuchler und Abtrünnigen
Märtyrer wurden. Findet selbst heraus, welche Gruppe den unterdrückten und
tyrannisierten Menschen wirklich verbunden und besorgt um sie ist.
Meine lieben Brüder, ihr lest diese Seiten nicht, wenn ich am Leben
bin, sondern wahrscheinlich nach meinem Tod. Dann bin ich nicht unter euch, um versucht zu
sein, eure Gefühle für egoistische oder machtpolitische Interessen auszubeuten. Da ihr
wertvolle junge Menschen seid, wünsche ich mir für euch, daß ihr eure jungen Jahre dem
Dienste des Allmächtigen, dem Islam und der Islamischen Republik widmet, so daß ihr in
dieser Welt und im Jenseits erfolgreich sein werdet. Ich flehe Gott, den Vergeber der
Sünden an, euch auf dem geraden Weg der Menschheit zu leiten und unsere und eure
Vergangenheit zu vergeben mit Seiner freigiebigen Gnade. Erbittet auch ihr das Gleiche von
Ihm und seid versichert, daß Er der Führer und der Barmherzige ist.
Mein Rat an das noble Volk von Iran und an andere Nationen, die von
korrupten Regierungen geplagt werden und unter dem Joch der Großmächte leiden, ist, den
Segen, den sie mit ihrem großen Kampf, ihrem Blut und dem Blut ihrer Jugend gewonnen
haben, zu lieben, zu pflegen, ihn zu schützen und zu verteidigen, sich für die
Beseitigung und Überwindung der Hindernisse auf diesem geraden Weg einzusetzen, denn
"... wenn ihr Allah helft, so wird Er euch helfen und euch fest Fuß fassen
lassen." (47:8). Tragt zur Lösung der Probleme der Islamischen Republik Iran und
ihrer Regierung mit eurem ganzen Herzen bei und schützt sie, wie ihr geliebte Menschen
schützen würdet.
Ebenso empfehle ich dem Parlament, der Regierung und den
Regierungsbeamten, die Verdienste dieser Nation zu würdigen und ihr zu dienen,
insbesondere den unterdrückten und tyrannisierten Massen, die unsere wahren Wohltäter
sind. Dies sind die Menschen, die die Bildung der Islamischen Republik ermöglichten und
die ihren Fortbestand sichern. Die Behörden sollten sich als dem Volk zugehörig ansehen
und die Menschen als Teil ihrer selbst anerkennen; sie sollen die Regierungen der
Unterdrücker und unkultivierten ungebildeten Plünderer durch humane Methoden, die einer
islamischen Regierung würdig sind, für immer verurteilen.
Mein Vorschlag an die muslimischen Nationen ist, die Regierung der
Islamischen Republik Iran und die kämpfende iranische Nation als Beispiele anzusehen.
Beseitigt eure eigenen despotischen Regierungen, sofern sie sich den Forderungen eurer
Nation, welche den Forderungen der iranischen Nation entsprechen, nicht beugen. Die
abhängigen Marionettenregierungen, die entweder pro-östlich oder pro-westlich sind, sind
die Ursache für die Unglücke der Muslime. Ich empfehle euch nachdrücklich, den
Propagandasirenen der Widersacher des Islam und der Islamischen Republik Iran keine
Beachtung zu schenken, da sie stets bestrebt sind, den Islam beiseite zuschieben, um die
Interessen der Supermächte zu sichern.
D. Eine der satanischen Verschwörungen der Supermächte,
Kolonialisten und Ausbeuter, die lange Jahre wirksam war, während der Regierung von Reza
Khan ihren Höhepunkt erreichte und unter der Herrschaft Muhammad Rezas fortbestand, war
die Unterdrückung des Klerus durch verschiedene Methoden. Reza Khans Strategie war es,
die Ulama zu unterdrücken, sie zu berauben, einzusperren, zu verbannen, geringschätzig
zu behandeln und hinzurichten; unter der Herrschaft von Muhammad Reza wurde dieses Schema
mit Hilfe anderer Methoden weiter verfolgt: Universitätsstudenten, -dozenten und
Geistliche wurden mit Hilfe einer ungeheuren Propaganda, die unglücklicherweise auf Grund
der Nachlässigkeit beider Gruppen gegenüber den Absichten der beiden Supermächte
effektiv arbeitete, entzweit. Lehrer in den Grundschulen und höheren Schulen,
Hochschulprofessoren und Kanzler von Universitäten wurden unter jenen ausgewählt, die
entweder westlich oder östlich geprägt und vom Islam und anderen göttlichen Religionen
abgewichen waren. Gläubige und tugendhafte Erzieher waren eine sehr kleine Minderheit.
Die Absicht war, diejenigen, die später den Staat führen und leiten sollten, von
Kindheit an so zu erziehen, daß sie allgemein die Religion, insbesondere jedoch den Islam
und religiöse Enthusiasten, vor allem die Geistlichen, hassen. Muslimischen Geistlichen
wurde damals vorgeworfen, britische Agenten oder Verfechter der Kapitalisten, großen
Gutsherren und des Reaktionismus zu sein, und später klagte man sie an, sich Fortschritt
und Zivilisation zu widersetzen.
Gleichzeitig brachten sie die Ulama durch ihre welterfahrene,
feindliche Propaganda dazu, die Studenten und Universitätslehrer als den Islam
bekämpfend und ungläubig zu fürchten. Diese Umstände führten dazu, daß die
Geistlichkeit und religiösen Menschen sich zur Opposition gegen die Regierung gezwungen
sahen. Diese tiefe Spaltung zwischen der Regierung und der Nation einerseits und den
Intellektuellen und der Geistlichkeit andererseits ebneten den Plünderern und Ausbeutern
den Weg, so daß ihnen der Reichtum des Landes und das Schicksal des Volkes in die Hände
fiel und die Nation, wie wir alle wissen, zu leiden hatte.
Nun, da durch den Willen des Gesegneten und erhabenen Herrn und durch
die Anstrengungen unserer Nation, einschließlich der Geistlichkeit, Studenten, Händler,
Arbeiter und Bauern, die Menschen von den Fesseln der von den Supermächten und deren
Agenten auferlegten Knechtschaft befreit sind, ermahne ich die gegenwärtigen und
zukünftigen Generationen, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen. Die Studenten und
Jugendlichen sollen ihre Freundschaft mit der Geistlichkeit und den Theologiestudenten
verstärken und niemals die Pläne und Verschwörungen unserer verräterischen Feinde
übersehen und Rat und Leitung geben, wenn sie jemanden sehen, der versucht, Zwietracht
und Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen zu säen. Falls Worte nichts bewirken, soll
man solche Menschen meiden, so daß ihre Verschwörungen gegen uns keine Wurzeln schlagen
können, denn es ist einfacher, den Strom an der Quelle aufzuhalten. Sollten sie in ihrer
Universität auf einen Dozenten stoßen, der irreführende Propaganda betreibt, sollten
die Studenten ihn als Professor ablehnen. Ich richte mich hier hauptsächlich an die
Geistlichkeit und Theologiestudenten, da Intrigen an den Universitäten eine besondere
Dimension und Tiefe haben, und alle Studenten sollten sich derartiger Intrigen bewußt
sein.
E. Eine der größten Verschwörungen, die unglücklicherweise auch
auf unser Land zerstörerisch gewirkt hat, war die Entfremdung kolonialisierter Länder
von ihrer eigenen Kultur, so daß sie die Völker der Supermächte als ihren eigenen
Rassen und Kulturen überlegen ansahen. Sie sahen die Bindung an eine dieser Mächte als
unvermeidbar und unentbehrlich für sich selbst an. Dieses Problem hat eine lange und
betrübliche Geschichte, und die Schläge die wir von den beiden Mächten erleiden sind
heftig und tödlich. Noch trauriger macht jedoch, daß die zwei Mächte den Fortschritt
der Nationen, die sie zu konsumorientierten Ländern zu machen versuchten, kontrolliert
haben und uns Furcht vor technologischem Fortschritt und dessen teuflischer Macht
einflößten. Sie zerstörten unser Selbstbewußtsein, und wir haben alles, selbst die
Verwaltung unserer Staaten, jenen Mächten überlassen. Unser von den Supermächten
eingeschärfter Mangel an Selbstbewußtsein und das Gefühl der Stumpfheit ließ uns
unserem eigenen Wissen, Sachverstand und unserer Kapazität in allen Gebieten mißtrauen
und weckte in uns den Wunsch, diese Mächte mit verbundenen Augen zu imitieren. Unsere
westlich oder östlich beeinflußten Schriftsteller und öffentlichen Redner würdigten
unsere eigene Kultur, Literatur, Technologie, Intuition und uns innewohnenden Kapazitäten
herab, und alternativ dazu wurde die exotische Kultur von Ausländern propagiert und
unseren eigenen Kulturen aufgezwungen. Um ein Beispiel zu nennen: enthielt ein Buch,
Artikel, oder Vortrag auch einige Fremdwörter, wurde dies wahrscheinlich empfohlen und
sein Verfasser oder Redner als eine gelehrte und intellektuelle Person gepriesen. Auch
für die Fachsprache unserer einheimischen Dinge, schienen Begriffe aus den westlichen und
östlichen Sprachen Status und Zivilisation nahezulegen und wurden von der Öffentlichkeit
mit Beifall begrüßt, während die einheimischen Begriffe veraltet und ein Zeichen von
Reaktionismus waren. Die Versessenheit auf westliche Kultur zeigte sich hartnäckig in
allen Bereichen: hatten unsere Kinder westliche Namen, waren sie stolz; trugen sie einen
einheimischen Namen, wurden sie verlegen und fühlten sich rückständig. Die Namen
unserer Straßen, Geschäfte, Firmen, Drogerien, Buchhandlungen, wie auch
unterschiedlicher Produkte klangen wesentlich besser, wenn sie ausländisch waren und
sicherten einen besseren Umsatz, selbst wenn diese Dinge im Inland produziert wurden.
Europäische Eigenarten im Verhalten, den sozialen Kontakten und in jedem Aspekt unseres
täglichen Lebens waren eine Quelle des Stolzes und ein Zeichen, zivilisiert und
fortschrittlich zu sein; im Gegensatz dazu galten Manifestationen einheimischer Kultur als
Zeichen dafür, rückständig und altmodisch zu sein. Um Krankheiten zu heilen, gleich wie
unbedeutend und heilbar sie zu Hause sein mochten. Solltet ihr ins Ausland gehen, wodurch
ihr eure einheimischen fähigen Ärzte herabgesetzt und abgelehnt habt. Nach England,
Frankreich, den Vereinigten Staaten und Moskau zu reisen war ein Stolz für die iranischen
Reisenden, während zur Pilgerfahrt nach Mekka zu reisen und andere geheiligte Stätten zu
besuchen Rückständigkeit bedeutete. Geringe Beachtung der Religion, Moral und aller
zugehörigen Themen galt als Ausdruck von Aufgeschlossenheit und Zivilisation, während
die Hingabe zu diesen Dingen Rückständigkeit und Reaktionismus implizierten.
Ich behaupte nicht, daß wir alles haben, was wir brauchen. Im Laufe
der Geschichte und insbesondere während der jüngsten Geschichte wurden wir jedes
Fortschrittes beraubt. Die verräterischen Politiker des Pahlawi-Regimes und die unser
Selbstwertgefühl zerstörende Propaganda gegen unsere uns innewohnenden Fähigkeiten
blockierten unsere Anstrengungen für technologischen Fortschritt. Frauen und Männer,
insbesondere die Jugend, beschäftigten sich mit einer großen Vielzahl importierter
Waren, einschließlich Kosmetika, Luxusartikeln und kindischen Spielzeugen, die zu einem
konsumorientierten Wettbewerb von Menschen und Familien führten. Es wurden keine Mühen
gescheut, um die Aufmerksamkeit unserer Jugend gefangenzunehmen und sie davon abzuhalten,
über ihr eigenes Schicksal und das ihres Landes nachzudenken.
Nun, da wir uns weitgehend aus diesen Fallen befreit haben, bemühen
sich die unterdrückten Generationen, für den technologischen und industriellen
Fortschritt unseres Landes zu arbeiten; unsere Fabriken stellen Dinge wie z.B. Flugzeuge
her, obgleich man immer gedacht hatte, dies eigenständig und ohne Hilfe aus dem Osten
oder Westen nicht zu schaffen. Die Wirtschaftsblockade und der auferlegte Krieg machten
die lokale Produktion ohne die Unterstützung ausländischer Experten möglich. Mit meinem
Letzten Willen möchte ich dieser Nation raten, sich von allen noch vorhandenen
Abhängigkeiten zu befreien und nicht den versteckten Andeutungen der vom Westen und Osten
abhängigen Politiker zu erliegen. Seid gewiß, daß die Arier und Araber den Europäern,
Amerikanern und Sowjets nicht nachstehen. Wenn wir unser wahres Selbst entdeckt haben, auf
uns selbst vertrauen und unsere Mutlosigkeit überwinden, werden wir auf lange Sicht
fähig sein, alles selbst herzustellen. Dies ist möglich, sofern ihr auf den gesegneten
und höchsten Herrn vertraut und dem Ziel, eure Abhängigkeit von ausländischen Ländern
zu beenden, verbunden seid und bereit seid, die Last der Härten zu tolerieren, um ein
würdevolles, von ausländischen Mächten befreites Leben zu erlangen.
Die Regierungen und Menschen an der Macht sind nun und in der Zukunft
verpflichtet, ihre einheimischen Experten anzuerkennen und sie durch materielle Hilfe und
moralische Unterstützung zu ermutigen, das Einströmen von luxuriösen, aber nutzlosen
oder ruinösen Produkten zu verhindern und der Nation zu helfen, mit dem, was sie hat, zu
überleben, bis sie alles herstellt, was sie braucht. Ich rufe die Jugend, jungen und
Mädchen auf, Unabhängigkeit, Freiheit und menschliche Werte nicht für ein luxuriöses
Leben oder für sinnliche Vergnügungen und Laster, die von den Supermächten und ihren
verräterischen lokalen Agenten kommen, zu opfern. Die vergangenen Erfahrungen haben uns
gelehrt, daß sie einzig an eure Zerstörung denken, indem sie euch dazu verleiten zu
vergessen, was in eurem eigenen Land geschieht und euch hauptsächlich mit anderen
Angelegenheiten beschäftigen, so daß sie euren Reichtum plündern und euch in
kolonialistischer Manier zu einer abhängigen Nation von Käufern importierter Waren
machen können. Dadurch bleiben wir rückständig, oder in deren Begriffen
"Halbprimitive".
F. Zu den Verschwörungen der westlichen Mächte gehörte die
Kontrolle unseres öffentlichen Erziehungssystems, insbesondere unserer Hochschulen und
Universitäten, die Zentren für die Erziehung von Menschen sind, die später die Leitung
des Landes übernehmen sollen. Für Geistlichkeit und Theologiestudenten hatten sie einen
anderen Plan als für die Hochschulen und Universitäten. Sie versuchten, die
Geistlichkeit zu isolieren, sei es durch suppressive Maßnahmen wie zur Zeit Reza Khans,
oder durch Veröffentlichung verleumderischer Propaganda und anderer teuflischer Mittel,
um so die Geistlichkeit einerseits und die Studenten und Hochschulabsolventen andererseits
in Opposition gegeneinander zu bringen. Es war das Ideal der ausländischen Mächte, die
Studenten in den Hochschulen und Universitäten ihrer eigenen Kultur zu entfremden und sie
zum Westen oder Osten anzuziehen, unter dieser Art von Hochschulabsolventen
Regierungsbeamte auszuwählen und sie in hohen Positionen einzusetzen, so daß sie diesen
ausländischen Mächten als Werkzeuge bei der Ausnutzung dieses Landes nützlich sein
konnten; das Land wurde somit auf einen Kurs gebracht, der die Ausbeutung und Plünderung
seines Reichtums gewährleistete.
Deshalb haben wir nun, da die Universitäten und Hochschulen akademisch
gesäubert werden, die Pflicht, den verantwortlichen Leuten eine helfende Hand
entgegenzustrecken, so daß wir sicherstellen, daß unsere Universitäten in der Zukunft
die Erziehung nicht mehr mißbrauchen; Dieses lebenswichtige Ziel sollte in erster Linie
von der Jugend in Hochschulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen durchgeführt
werden, denn die Hochschulen und Universitäten von dem akademischen Ruin zu retten
bedeutet, das Land und die Nation zu retten.
In erster Linie ermahne ich die Jugend und Heranwachsenden und in
zweiter Linie ihre Eltern, Freunde, Verantwortlichen an der Regierung und Intellektuellen,
sich mit ganzem Herzen dieser Angelegenheit zu widmen und die Universitäten den
zukünftigen Generationen so anzuvertrauen, wie sie sein sollten. Die Universitäten
sollen immer davor geschützt werden, zum Westen oder Osten zu tendieren, so daß durch
diese menschliche und islamische Anstrengung die Einflüsse der Großmächte in ihrem Land
eliminiert werden. Möge Gott euer Unterstützer und Retter sein.
G. Die Verpflichtung der Mitglieder der Islamischen Beratenden
Versammlung ist ein Hauptproblem. Wir waren Zeuge, was der Islam und die Nation durch
unqualifizierte und abweichende Parlamentarier seit dem Beginn der konstitutionellen
Monarchie bis zur Herrschaft der kriminellen Pahlawi-Dynastie erlitten haben. Solche
Abgeordnete waren wertlose Individuen und Diener ausländischer Mächte, die das Land und
die Nation betrogen.
In einer Periode von 50 Jahren agierte eine verräterische
Pseudo-Mehrheit praktisch als die verlängerten Hände der Briten und Sowjets und, noch
nicht so lange her, der Amerikaner. Seit der Einsetzung der konstitutionellen Monarchie in
diesem Land wurde nahezu keiner der wichtigen Artikel der Verfassung beachtet. Vor Reza
Khan agierten die Förderer der westlichen Kultur und eine Handvoll Stammesoberhäupter
als lokale Agenten der ausländischen Mächte, während des Regimes der Pahlawis die
gleichen Kräfte, doch die aufrechten Abgeordneten bildeten eine unterdrückte Minderheit.
Nun, da mit dem Segen des höchsten Herrn und der Willenskraft der
iranischen Nation die Menschen das Recht auf Selbstbestimmung ausüben und die
Parlamentsabgeordneten, als wahre Repräsentanten des Volkes von dem Volk und für das
Volk gewählt wurden, gibt es die Hoffnung, daß alle Formen der Abweichung vom rechten
Weg verhindert werden.
Mit meinem Letzten Willen empfehle ich der Nation, nur tugendhafte,
aufrichtige und qualifizierte Kandidaten zum Parlament zu entsenden; Leute, die dem Islam
und der Islamischen Republik verpflichtet sind und die gewöhnlich Mittelschichtfamilien
oder den unterdrückten Massen entstammen, die nicht vom rechten Weg abweichen, keinen
westlichen, östlichen oder anderen abweichenden Denkschulen zuneigen, die gebildet und
über die politischen Entwicklungen und islamische Politik gut informiert sind.
Mein Rat an die verehrte Geistlichkeit und insbesondere unsere
religiösen Autoritäten ist, gegenüber den bedeutenden Fragen der Gesellschaft und
besonders bei Fragen wie den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, nicht gleichgültig
zu sein und auszuweichen, und ich erinnere daran, daß die Vernachlässigung der
Angelegenheiten von Muslimen eine große Sünde ist. Jeder Mensch muß im Rahmen seiner
Kraft und im Rahmen seines Einflusses im Dienste des Islam und des Landes sein, muß
Infiltrationen von Agenten der zwei Kolonialmächte, wie auch der Anhänger der westlichen
und östlichen Blockideologien sorgfältig verhindern und versichert sein, daß die Feinde
des Islam und der muslimischen Nationen, d.h. die verwüstenden Supermächte, die
muslimischen Länder auf subtile Weise schrittweise infiltrieren. Ihr müßt gegenüber
solchen Dingen aufmerksam sein und euch unverzüglich gegen sie erheben, sobald ihr Zeuge
einer solchen Infiltration werdet. Möge Gott euer Helfer und Beschützer sein!
Ich rufe auch die Mitglieder der jetzigen und zukünftigen Islamischen
Beratenden Versammlung auf, die Stimmen des Vertrauens jeder Person zu verweigern, die
abgewichen ist und sich den Weg zum Parlament mit betrügerischen Mitteln und politischen
Intrigen geebnet hat, und sicherzustellen, daß keine subversive und fremdinspirierte
Person den Zugang zum Parlament findet. Ich rate auch den offiziell anerkannten
religiösen Minderheiten, aus der Ära der Palawi-Dynastie eine Lehre zu ziehen und ihre
Abgeordneten aus denjenigen auszuwählen, die ihrer eigenen Religion und der Islamischen
Republik Iran verbunden sind, die nicht beeinflußt sind von den weltverschlingenden
ausländischen Mächten und die zu keiner atheistischen oder abweichenden Denkschule
tendieren. Ich rufe die Delegierten des Parlaments auf, in ihren täglichen Sitzungen
einen brüderlichen Geist und guten Willen miteinander aufrechtzuerhalten und
sicherzustellen, daß Gesetzesentwürfe nicht unislamisch werden, daß sie dem Islam
verbunden sind und die göttlichen Verordnungen beachten. Mein Rat an den ehrenvollen
Wächterrat und die zukünftigen Räte ist, ihre islamischen und nationalen Aufgaben mit
der größten Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit auszuführen, die Ratifizierung von
Gesetzesentwürfen, die dem reinen Islam und der Verfassung widersprechen, ohne Zögern zu
verhindern und auch ein Auge auf die Erfordernisse des Landes zu haben, die manchmal im
Wege sekundärer Verordnungen durch den führenden Rechtsgelehrten in Ordnung gebracht
werden. Mein Rat an das iranische Volk ist, sich aktiv an der politischen Szenerie zu
beteiligen, sei es zu Parlaments-, Präsidentschaftswahlen oder um die Experten und den
Führungsrat oder Führer zu bestimmen. Bei den Wahlen der Experten für den Führungsrat
z.B., sollten sie daran denken, daß, wenn sie nachlässig sind und sie für den Rat keine
Experten auf der Basis religiöser Kriterien und den betreffenden Gesetzen wählen, sie
dem Islam und dem Land sicherlich Schaden zugefügt haben, wofür jeder vor dem höchsten
Gott verantwortlich sein wird. Sich deshalb selbst unter solchen Umständen fernzuhalten
wäre eine große Sünde, gleich ob sie vom Volk, führenden Geistlichen,
Geschäftsleuten, Bauern, Arbeitern oder Regierungsangestellten, die alle für das
Schicksal dieses Landes und des Islam verantwortlich sind, begangen wurde, denn
"Vorbeugen ist besser als Heilen". Dies ist die Realität, die wir alle nach der
konstitutionellen Monarchie erfahren haben. Es gibt kein besseres Heilmittel, als eine
Nation zu haben, die gemäß der islamischen Verordnungen und der Verfassung handelt; ein
Volk zu haben, das die Meinung der gelehrten Menschen, die von ausländischen Mächten
unabhängig sind, von Menschen, die wegen ihres Glaubens an den Islam und die Islamische
Republik angesehen sind und der verpflichteten Geistlichen, aus Anlässen wie den
Präsidentschafts- und Parlamentswahlen erbittet und das sicherstellt, daß der Präsident
und die Parlamentsabgeordneten aus den Kandidaten auserwählt werden, die die
Unterdrückung und Beraubung der unterdrückten Massen gefühlt haben und die um deren
Wohlfahrt besorgt sind, nicht aus der Gruppe der Kapitalisten, Gutsherren und
Aristokraten, die sinnlichen Vergnügungen nachgehen und die den bitteren Geschmack von
Entbehrung und Hunger nicht kennen.
Wir sollten daran denken, daß, solange unsere Präsidenten und unsere
Majlisabgeordnete ehrenwerte, dem Islam verpflichtete Menschen sind und um das Land und
die Menschen besorgt sind, die Probleme weniger und leichter gehandhabt werden. Die
gleichen Überlegungen sollten nachdrücklich beachtet werden bei der Wahl von Experten
für die Bestimmung des Führungsrates oder des Führers. Die Experten, die von der Nation
gewählt werden, sollten auch die führenden Geistlichen ihrer Zeit, die religiösen
Persönlichkeiten und Gelehrten konsultieren und sicherstellen, daß, solange sie mit
Gewissenhaftigkeit arbeiten, sie viele Probleme verhüten, und leicht diejenigen lösen
werden, auf die man stößt. Die Artikel 109 und 110 der Verfassung definieren die ernste
Verpflichtung des Volkes für die Wahl von Experten und der Letzteren für die Wahl des
Führungsrates oder des Führers, und es ist offensichtlich, daß die leichteste
Nachlässigkeit und Unbekümmertheit wahrscheinlich dem Islam und dem Land schwere
Schäden zufügt und sie für ihre Unbekümmertheit gegenüber Gott verantwortlich macht.
Dieses Zeitalter ist die Ära des Einfalls der Supermächte und ihrer abhängigen Elemente
in und außerhalb des Iran, angeblich im Namen der Islamischen Republik, tatsächlich
jedoch gegen die Islamische Republik und den Islam; es liegt in der Verantwortung des
Führers und des Führungsrates, ihr Leben dem Dienst des Islam, der Islamischen Republik
und der unterdrückten Massen zu widmen; sie sollen nicht denken, daß das Amt ein
Geschenk für sie ist, da, offen gesprochen, Ämter wie diese schwere und unsichere
Verantwortungen sind, in deren Ausübung jeder Fehler, sofern er - Gott verhüte - aus
weltlichen Streben begangen wird, eine lebenslange Schande für die Amtsinhaber sein und
Gottes Zorn im Jenseits für ihn zur Folge haben wird.
Ich flehe den gnädigen Allmächtigen Gott an, daß Er uns zu Seinem
Reich zuläßt, nachdem Er uns geholfen hat, diese schwere Probe erfolgreich zu bestehen.
Die übrigen Beamten, vom Präsidenten bis zum unteren Beamten, können auch in Fallen
geraten, abhängig von der Schwere ihrer Verantwortungen, wofür sie sich immer der
Präsenz des gesegneten und höchsten Herrn bewußt sein sollten, wo auch immer sie sind
und sich als Wesen in Seiner gesegneten Begleitung fühlen. Möge der allmächtige Gott
sie auf den richtigen Weg führen.
H. Eine der wichtigen Fragen ist die Justiz, da sie mit dem Leben,
den Besitztümern und Tugenden der Menschen zu tun hat. Ich rate dem Führer und dem
Wächterrat, ihr bestes zu tun in der Bestimmung eines Amtsträgers für die höchste
juristische Stellung und sicherzugehen, daß er eine hochqualifizierte, in den Gesetzen
der Scharia erfahrene Person ist. Ich rufe den höchsten Justizrat auf, die juristischen
Angelegenheiten, die während des vergangenen Regimes zu einem schäbigen und
beklagenswerten Zustand entartet sind, sorgfältig zu rehabilitieren und diejenigen, die
in unseren Gerichtshöfen Richterstühle besetzen, mit dem Leben und Vermögenswerten der
Leute spielen, ohne um eine islamische Rechtsprechung wirklich besorgt zu sein, zu
entlassen; die Justizverwaltung sorgfältig und stetig zu reformieren und aus islamischer
Sicht inkompetente und unqualifizierte Richter durch andere religiös erzogene und
kompetente zu ersetzen, wobei unsere theologischen Schulen, insbesondere das Theologischen
Zentrum Qum zu beteiligen sind, so daß, mit der Gnade des gesegneten und höchsten Herrn,
die islamische Justiz in unserem Land vorherrscht. Ich rate den gegenwärtigen und
zukünftigen Richtern, die Überlieferungen, die den 14 Unfehlbaren (a.) zugeschrieben
werden, bei ihrer schweren richterlichen Tätigkeit im Gedächtnis zu behalten, und im
Hinblick auf die Bedeutung der Urteile mahne ich alle ehrenwerten Richter von heute und
morgen, die Aufgabe mit wahrer Verpflichtung zu übernehmen und diese Position unpassenden
Leuten zu verwehren, sowie die qualifizierten Leute anzuweisen, die Beteiligung bei dieser
Aufgabe nicht abzulehnen. So groß die Risiken dieser Position auch sind, ebenso groß ist
die göttliche Belohnung dafür, und bedenkt auch, daß das Engagement eine religiöse
Pflicht für wenige qualifizierte Personen ist.
I. Was die theologischen Schulen anbelangt, fühle ich mich
gezwungen, in diesem Letzten Willen zu wiederholen, daß unsere Zeit gekennzeichnet ist
vorn Kampf der Gegner des Islam und der Islamischen Republik, den Islam zu beseitigen,
indem abweichende und bösartige Menschen und Saboteure unsere theologischen Schulen
unterwandern; sie versuchen unsere theologischen Schulen durch unschickliches Verhalten
und entartete sittliche Einstellungen und Prinzipien in Verruf zu bringen. Auf lange Sicht
birgt die Unterwanderung unserer theologischen Schulen die Gefahr in sich, daß einige
dieser Studenten in höhere Ämter gelangen, die, kraft ihres Wissens von den islamischen
Wissenschaften sich das Vertrauen und die Zuneigung der Menschen erschleichen, um bei sich
bietenden Gelegenheiten tödliche Schläge gegen den Islam, die theologischen Schulen und
unser Land zu landen.
Wir wissen, daß die großen plündernden Weltmächte ihre Agenten
verschiedener Kategorien unter den Leuten anderer Nationen haben: Nationalisten,
Pseudo-Liberale, Intellektuelle, und turbantragende Heuchler, wobei die Letzteren die
Gefährlichsten von allen sind, wenn sich ihnen die Gelegenheit bietet. Manchmal leben sie
dreißig oder vierzig Jahre unter den Leuten, zeigen islamisches Verhalten, verstecken
sich unter Masken wie "Pan-Iranismus", Patriotismus oder Spiritualität, und
wenn sich ihnen die passende Gelegenheit bietet, versetzen sie der Gesellschaft ihren
Schlag. Seit der Islamischen Revolution hat unsere Nation Beispiele für solche Leute
gesehen, unter ihnen die Volksmujahedin-Organisation (MKO), die Volksfedayin, die Tudeh
Partei und es ist nötig, daß alle zusammenarbeiten, um derartige Verschwörungen zu
neutralisieren. Die Säuberung der theologischen Schulen genießt Priorität; dies ist die
gemeinsame Pflicht der ehrbaren theologischen Lehrer und Gelehrten in Übereinstimmung mit
den religiösen Autoritäten der Zeit. Vielleicht ist die Behauptung, daß "Ordnung
in Unordnung liegt" die böse List dieser Intriganten.
Auf jeden Fall ist mein Rat, zu jeder Zeit und insbesondere in der
Gegenwart, in der Verschwörungen und Konspirationen in jeder Hinsicht zugenommen haben,
unsere theologischen Schulen zu ordnen. Unsere verehrten theologischen Lehrer sollen Zeit
und Anstrengung darin investieren, so daß unsere theologischen Schulen und insbesondere
die Theologische Schule in Qum vor Schaden geschützt werden. Es ist eine Pflicht für die
Geistlichen und theologischen Lehrer, sicherzustellen, daß grundlegende Themen, die zur
islamischen Rechtsprechung gehören, unverfälscht und in ihrer ursprünglichen Form
dargestellt werden, daß es keine Abweichungen von den Methoden der großen Theologen in
der Lehre der Rechtsprinzipien, dem Erbe unserer Vorfahren gibt, da nur auf diesem Weg die
islamische Rechtsprechung erhalten werden kann. Natürlich sollen in anderen
wissenschaftlichen Bereichen Forschungsprogramme mit Blick auf die Bedürfnisse des Landes
und des Islam aufgestellt werden. Die Menschen sollten in Forschungsarbeiten und in so
vielen Gebieten wie möglich bestmöglich ausgebildet werden. Forschung, Lehre und Praxis
muß allen zugänglich gemacht werden. Islamische Moralwissenschaften wie Ethik,
Selbstläuterung, mystische Erfahrung, usw. sollten im Verlauf solcher erzieherischen
Forschung abgedeckt werden. Dies trifft besonders auf die Läuterung der Seele und des
Ego, den großen Jihad zu. Möge Gott der Allmächtige uns helfen, es zu erreichen!
J. Der exekutive Teil der Regierung muß gesäubert, reformiert und
geschützt werden. Es ist möglich, daß fortschrittliche und nützliche Gesetzesentwürfe
vom Parlament ratifiziert und vom Wächterrat gutgeheißen werden und dann von den
betreffenden Ministerien an die verantwortlichen Verwaltungsbeamten weitergegeben werden;
doch inkompetente Angestellte können seine Realisierung durch Entstellung, Bürokratie
oder offene Verletzung von Regeln und Vorschriften behindern. Dies mag mit der Absicht
getan werden, um Unzufriedenheit und Unruhe in der Gemeinschaft zu verursachen.
Ich rate unseren Ministern und ihren zukünftigen Nachfolgern, da sie
und ihre Angestellten ihre Gehälter aus dem nationalen Budget beziehen, aufrichtig im
Dienste dieses Volkes und vor allem der unterdrückten und entrechteten Menschen zu
stehen. Den Leuten unnötigerweise Unannehmlichkeiten zu machen und seiner Aufgabe nicht
nachzukommen ist eine sündhafte Tat, die den Zorn Allahs hervorrufen kann. Ihr braucht
alle die Unterstützung der Nation. Wir verdanken den Sieg der Islamischen Revolution und
die Überwindung der tyrannischen Monarchie der Unterstützung des Volkes und insbesondere
der Unterstützung der unterdrückten Massen. Ihrer Unterstützung beraubt, werdet ihr
beseitigt werden, und Tyrannen, wie es sie während der Monarchie gab, werden eure Ämter
besetzen. Deshalb solltet ihr angesichts dieser offensichtlichen Realität euer bestes
tun, um die Gnade der Nation zu gewinnen und um unislamisches Verhalten aufzugeben.
Deshalb rate ich den zukünftigen Amtsträgern des Innenministeriums,
maximale Gewissenhaftigkeit bei der Auswahl der Provinzgouverneure walten zu lassen und
sicherzustellen, daß sie verdienstvolle, fromme, dem Islam ergebene, weise und gute
Menschen mit gutem Benehmen sind, so daß das Land völligen Frieden haben wird. Obgleich
alle Minister für die Verwaltung und Islamisierung ihres Ressorts verantwortlich sind,
haben einige eine größere Verantwortung als andere, unter ihnen das Außenministerium,
dem unsere Botschaften im Ausland unterstehen. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution
gab ich wiederholt im Zusammenhang mit der vorherrschenden monarchischen Moral in unseren
Ministerien und der Notwendigkeit, Regierungsstellen zu reformieren, den Außenministern
den Rat, daß unsere Botschaften in Vertretungen der Islamischen Republik verwandelt
werden müßten. Einige Minister konnten oder wollten jedoch keine positiven Schritte
unternehmen. Der gegenwärtige Außenminister hat verschiedene Maßnahmen zu diesem Zweck
unternommen, und ich hoffe, daß dieses erfolgreich sein wird.
Mein Rat an den Außenminister und an zukünftige Amtsträger seines
Ministeriums ist: Sie nehmen eine schwere Verantwortung auf sich, sowohl für das
Reformieren des Außenministeriums und unserer Botschaften, für die Neugestaltung unserer
Außenpolitik, für die Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit und der Interessen der
Nation, als auch für die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen mit den
ausländischen Regierungen, die nicht beabsichtigen, sich in unsere internen
Angelegenheiten zu mischen, und alles zu vermeiden, was mit irgendeiner Art von
Abhängigkeit behaftet ist. Abhängigkeit von anderen in bestimmten Dingen, wird, auch
wenn es korrekt erscheint und sogar gewisse vorübergehende Vorteile bietet, auf lange
Sicht das Land in seinen Wurzeln zerstören. Tut euer Bestes, um die Beziehungen mit
muslimischen Nationen zu verbessern, die Leute am Ruder in anderen islamischen Staaten
aufzuwecken, sie zur Solidarität und Einheit aufzurufen und seid versichert, daß der
allmächtige Gott euch helfen wird.
Ich rate den muslimischen Nationen, keine Hilfe von außen beim
Erreichen des Ziels, d.h. der Einsetzung der islamischen Verordnungen, zu erwarten. Ihr
sollt euch selbst helfen bei dieser lebenswichtigen Aufgabe, die euch Freiheit und
Unabhängigkeit sichert. Laßt die Geistlichen und Sprecher der islamischen Staaten ihre
Regierungen aufrufen, sich selbst aus der Abhängigkeit von ausländischen Großmächten
zu befreien und zu einer Verständigung mit ihrem eigenen Volk zu kommen, was ihnen den
Sieg sichert. Ladet die Nationen zur Einheit und Aufgabe von Rassismus ein, der dem Islam
widerspricht. Laßt sie eine brüderliche Hand mit ihren Brüdern im Glauben schütteln,
und wenn der Geist von Brüderlichkeit einmal zu einer Tatsache zwischen allen
muslimischen Regierungen und muslimischen Nationen geworden ist, werdet ihr sehen, daß
die Muslime die größte Macht auf der Erde sind. Laßt uns hoffen, Zeugen dieser
Brüderlichkeit und Gleichheit zwischen den muslimischen Nationen zu werden, so Gott will.
Ich rate dem Ministerium für Islamische Führung für alle Zeit,
insbesondere zu diesem besonderen Zeitpunkt, sein bestes zu tun, um ein wahres Bild von
der Islamischen Republik zu zeichnen. Nun, da wir die Supermächte aus unserem Land
vertrieben haben, sind wir das Subjekt feindlicher Propaganda der von den Großmächten
abhängigen Massenmedien. Die von den Supermächten abhängigen Schriftsteller und
Sprecher haben gegen uns grundlose Anschuldigungen erhoben, und traurigerweise erhebt sich
selbst die Mehrheit der muslimischen Regierungen, die uns nach den Vorschriften des Islam
eine brüderliche Hand entgegenstrecken müßten, gegen uns und den Islam; unsere
Propagandamittel sind schwach, während sich die Welt heute um Publizität und Propaganda
dreht. Es stimmt traurig, daß die sogenannten intellektuellen Schriftsteller, die einer
der beiden Mächte zuneigen, gehindert durch ihren Egoismus, Opportunismus und
Monopolismus unfähig sind, über das Gute ihrer Nation nachzudenken und die Freiheit und
Unabhängigkeit der Islamischen Republik Iran mit ihrem Status während des vorherigen
Regimes zu vergleichen. Solche Schriftsteller und Sprecher wiegen und messen das
ehrenvolle Leben im Lande heute, einschließlich einiger der Vergnügungen und
Bequemlichkeiten des Lebens mit dem, was sie im früheren Regime hatten, das in
Abhängigkeit, Knechtschaft und dem Preisen jener Quellen von Tyrannei und Laster
eingetaucht war. Sonst würden sie von unfairen Bemerkungen und unrichtigen
Beschuldigungen gegen diese junge Republik ablassen und sie würden ihre Stifte und
Stimmen nicht gegen diese Nation und Regierung nutzen.
Ideologie-orientierte Öffentlichkeitsarbeit ist nicht die Aufgabe des
Ministeriums für Führung allein, sondern aller Gelehrten, Sprecher, Schriftsteller und
Künstler. Das Außenministerium muß sicherstellen, daß unsere Botschaften im Ausland
ideologische Zeitschriften und Periodika haben, um die strahlende Ansicht des Islam aller
Welt mitzuteilen. Wenn das wahre Gesicht des Islam, zu dem der Heilige Quran und die
Überlieferungen die Menschen eingeladen hat, von seinen Feinden unmaskiert wahrgenommen
und die Masken der Feinde des Islam und seiner mißinterpretierenden Freunde weggenommen
werden, dann wird der Islam universal und sein stolzes Banner überall entfaltet sein. Wie
tragisch ist es, daß die Muslime eine einzigartige Kostbarkeit haben und es ihnen nicht
nur nicht gelungen ist, diesen wertvollen Edelstein anderen Menschen, die aufgrund ihrer
menschlichen Natur danach streben, zu präsentieren, sondern die Besitzer selbst sind sich
dessen nicht bewußt, ignorieren ihn und wenden sich manchmal sogar davon ab.
K. Ein anderer außerordentlich wichtiger sozialer und kultureller
Faktor ist die Stellung von Bildungsinstitutionen, von Kindergärten bis zu Hochschulen
und Universitäten, die ich wegen ihrer außerordentlichen Bedeutung nochmals hervorheben
möchte. Das geplünderte Volk von Iran muß wissen, daß während der letzten 2O Jahre
der Iran und der Islam im Bezug auf die Universitäten mehr gelitten haben als in anderen
Bereichen. Hätten unsere Universitäten und anderen Bildungszentren ein mit dem Islam und
den nationalen Interessen übereinstimmendes Curriculum und Status gehabt, wäre unser
Land nicht von England und später von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion
verschlungen worden, und in diesem Fall wären unserem Land niemals räuberische
Vereinbarungen auferlegt worden; niemals hätten ausländische Berater ihren Weg nach Iran
gefunden; niemals wäre der Besitz und das schwarze Gold dieses leidenden Volkes von den
satanischen Großmächten in die Tasche gesteckt worden, und niemals wären die
Pahlawi-Dynastie und deren Diener fähig gewesen, den Reichtum des Volkes zu plündern,
mit dem sie inner- und außerhalb des Landes auf den Körpern der unterdrückten Massen
Paläste erbauten und ausländische Banken mit dem geplünderten Reichtum dieser
tyrannisierten Menschen füllten oder es für korrupte Vergnügungen verschwendeten.
Wären Parlament, Kabinett, Judikative und unsere anderen Organe mit
Leuten von islamischen und nationalen Universitäten besetzt worden, wäre unsere Nation
heute nicht mit derartigen ruinösen Problemen konfrontiert; hätten aufrechte
Persönlichkeiten mit wahrhaft islamischen und nationalistischen Neigungen nicht derart
was heute als Islam präsentiert wird, ihren Weg von den Universitäten in die drei
Bereiche der Regierung gefunden, fänden wir heute andere Bedingungen und eine andere
Nation vor; unser entrechtetes Volk hätte sich früher aus den Klauen des Verlusts
befreit und unsere Gesellschaft von den abweichenden Institutionen einer tyrannischen
Monarchie, welche jede für sich allein ausgereicht hätte, unsere aktiven Jugendlichen in
ihr Verhängnis zu führen; noch wären wir die Erben eines selbst- und
gesellschaftszerstörenden Vermächtnisses.
Hätten unsere Universitäten islamische, humane und nationalistische
Werte gehabt, so hätten sie hunderte und tausende von Erziehern für die iranische
Gesellschaft hervorbringen können, doch wurden unsere Hochschulen, Universitäten und
höheren Schulen unglücklicherweise überwacht, und unsere Kinder wurden - mit Ausnahme
einer unterdrückten Minderheit - von Leuten erzogen, die entweder westlich oder östlich
geprägt waren; unsere Jugend wurde von den von den Supermächten abhängigen Wölfen
genährt, die nach ihrem Hochschulabschluß öffentliche Ämter besetzten, nur um nach den
Anordnungen des tyrannischen Pahlawi-Regimes zu handeln.
Nun sind unsere Universitäten, dank dem gesegneten und höchsten
Herrn, von den Klauen der Verbrecher befreit; das Volk und die Regierung der Islamischen
Republik Iran hat die Verantwortung, jegliche Infiltration in Hochschulen und
Universitäten von Anhängern religiöser und abweichender Ideologien oder von den
Ideologien einer der beiden Machtblöcke zu verhindern, so daß sie in Zukunft auf keine
Probleme stoßen werden und die Gesellschaft unter Kontrolle sein wird. Mein Rat an die
Studenten in Hochschulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen ist, daß sie sich
selbst gegen solche Abweichungen erheben, so daß ihre eigene Unabhängigkeit und Freiheit
und die ihres Landes gesichert sein wird.
L. Die Gesamtheit der bewaffneten Streitkräfte, einschließlich
der Armee, Revolutionsgarden, Gendarmerie, Staatspolizei, Komitees, Freiwilligen und
Stammesmilizen genießen alle einen speziellen Status. Sie sind die mächtige Arme der
Islamischen Republik und Verteidiger unserer Grenzen; sie sichern Straßen, Städte und
Dörfer. Tatsächlich sichern sie Frieden und Sicherheit der Nation und verdienen die
besondere Aufmerksamkeit der Nation, der Regierung und des Parlaments. Alle sollten
bedenken, daß die Großmächte mit ihrer zerstörerischen Politik danach trachten, die
einheimischen bewaffneten Streitkräfte zu manipulieren; durch die bewaffneten
Streitkräfte und politische Intrigen werden Staatsstreiche arrangiert und ausgeführt.
Betrügerische Leute versuchen, einige Befehlshaber in den bewaffneten Streitkräften zu
kaufen und mit deren Hilfe dieses Land in den Griff zu bekommen, das Volk seiner Freiheit
und Unabhängigkeit zu berauben und es zu dominieren. Solange aber die Armeekommandeure
aufrecht und rein sind, werden die Feinde der Nationen nicht fähig sein, Staatsstreiche
in anderen Ländern zu landen oder diese Länder zu besetzen; wenn sie aber solche Dinge
wagen, werden ihre Pläne von verpflichteten Kommandeuren in diesen Ländern verhindert.
Im Iran schaffte das Volk dieses Wunder, bei dem die Armee eine
bedeutende Rolle spielte und heute, da uns dieser verdammte Krieg auf Befehl der
Vereinigten Staaten und anderer Weltmächte auferlegt wurde, der zwei Jahre nach seinem
Ausbruch mit der politischen und militärischen Niederlage der invasorischen,
ba'thistischen Armee des Irak und seiner mächtigen Verbündeten zusammentraf, ist dies
ein stolzer Erfolg, der von unserer Armee, den Revolutionsgarden, den Sicherheitskräften,
den Volksmilizen und der freien Unterstützung der Massen und deren Beiträgen zu den
Kriegsanstrengungen, sowohl an als auch hinter den Kriegsfronten möglich wurde. Die
verschiedenen internationalen Verschwörungen, geplant von den West- oder Ostblockländern
und ausgeführt von deren Marionetten, schlugen dank der mächtigen Hände unserer Jugend,
Komitees und unseres eifrigen Volkes fehl; und es sind eben diese Menschen, die
Nachtwachen halten, damit die Leute beruhigt ruhen können. Möge Gott ihr Helfer sein.
Deshalb ist mein brüderlicher Rat an unsere Armee in den letzten Tagen
meines Lebens, den Islam zu lieben und mit Herzen voll von Liebe für Gott und Einigkeit
mit Ihm, diese wertvollen opfer- und hingebungsvollen Dienste überall im Lande
fortzusetzen. Seht zu, daß ihr die verräterischen politischen Intrigen der
pro-westlichen und pro-östlichen Elemente im Hintergrund haltet! Seid wachsam, denn ihre
scharfen Schneiden sind von allen Seiten mehr auf euch, denn auf eine andere Gruppe
gerichtet. Sie wollen euch - die ihr den Sieg der Islamischen Revolution mit euren Taten
der Selbstaufopferung vorangebracht und den Islam wiederbelebt habt - ausnutzen, um die
Islamische Republik zu stürzen und planen, euch von der Nation zu trennen, euch in die
Ecke einer der beiden weltverschlingenden Pole zu werfen und eure Anstrengungen und eure
Taten der Selbstaufopferung durch politische Intrigen und angebliche Verpflichtung zu
Islam und Nationalismus, zunichte zu machen.
Ich rate der Armee nachdrücklich, die militärische Regel der
Nichteinmischung in die Politik zu beachten und daran festzuhalten und sich in keiner
politischen Partei oder Gruppe zu engagieren. Dies gilt für alle Abteilungen der
bewaffneten Streitkräfte einschließlich Soldat, Sicherheitspolizist, Revolutionsgarde
oder Basij und anderen Freiwilligen. Sie werden nur dann fähig sein, ihre militärische
Macht aufrechtzuerhalten und innere, auf persönlichen Auseinandersetzungen beruhende
Kämpfe zu verhindern. Die Befehlsgeber tragen die Verantwortung, die Leute unter ihrer
Aufsicht daran zu hindern, sich politischen Parteien zu verschreiben.
Da die Revolution dem Volk gehört und seine Verteidigung in der
Verantwortung aller liegt, ist es die religiöse und nationale Aufgabe der Regierung, des
Volkes, des Verteidigungsrates und der Islamischen Beratenden Versammlung, jede Handlung
der Armee und ihrer Kommandeure, gleich welchen Ranges, die den Interessen des Islam und
des Landes zuwiderläuft, zu widerstehen, und auch ihre Teilnahme in politischen Parteien
oder ihre Verwicklung in politischen Fragen, die sicherlich ihr Verhängnis sein werden,
abzulehnen. Es liegt in der Verantwortung des Führers oder Führungsrates der Islamischen
Republik Iran, solche Dinge zu verhindern, so daß unsere Nation vor Schaden geschützt
wird. Am Ende meines irdischen Lebens ermahne ich alle Mitglieder der bewaffneten
Streitkräfte ernsthaft, dem Islam so wie bisher treu zu sein, denn er ist die einzige
religiöse Ideologie für Unabhängigkeit und Freiheit, in der der gesegnete und höchste
Herr alle Menschen mit den führenden Strahlen des Islam zu einer erhabenen Stellung
einlädt. Er befreit euch, euer Land und eure Nation von der Ungnade der Abhängigkeit von
ausländischen Mächten, die euch nur als ihre Sklaven wollen, euer Land und euer Volk
rückständig und als eine unterdrückte Konsumnation halten wollen. Zieht ein würdiges
menschliches Leben voller Hindernisse einem erniedrigenden Sklavenleben, daß zwar von
einem animalischen Komfort geprägt sein mag, vor. Denkt daran, daß, solange ihr den
Ausländern für euren Bedarf an fortgeschrittener Technologie eine bittende Hand
ausstreckt, und solange ihr innerhalb der internationalen Gemeinschaft ein Bettlerleben
führt, ihr nicht Zeuge eures eigenen technologischen Wachstums auf den Grundlagen eures
erfinderischen Talents sein werdet. Im Sog der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Iran habt
ihr mit euren eigenen Augen gesehen, daß die gleichen Iraner, die sich gewöhnlich für
unfähig hielten, viele der Dinge zu tun, die vorher allein von ausländischen Arbeitern
gemacht wurden, denen vorher eingeprägt worden war, sie seien nicht fähig, ihre
Industrie am Laufen zu halten und die ihren eigenen innewohnenden Fähigkeit mißtrauten,
es schließlich wagten, ihren eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und damit auf die
Bedürfnisse der bewaffneten Streitkräfte und ihrer verschiedenen Fabriken und Anlagen
reagierten. Deshalb waren dieser Krieg, die wirtschaftlichen Sanktionen und die
Verdrängung der ausländischen Experten aus Iran tatsächlich ein göttlicher Segen für
uns, dessen Wert wir zu Beginn nicht zu würdigen wußten. Wenn die Regierung und unsere
Armee nun freiwillig ausländische Produkte ablehnen und statt dessen ihre Anstrengungen
erhöhen, ihre eigenen Fähigkeiten in technischen und industriellen Gebieten zu nutzen,
nährt dies die Hoffnung, daß unser Land sich selbst versorgen kann und sich davon
befreien wird, seine Feinde um technische und industrielle Hilfe anzubetteln.
Ich muß hier hinzufügen, daß unser Bedarf an fortgeschrittenen
Industrien außer Frage steht, aber dies bedeutet nicht, daß wir um fortgeschrittener
Technologie und wissenschaftlichen Know-hows willen von einem der beiden Machtblöcke
politisch abhängig sein müssen. Unsere Regierung und bewaffneten Streitkräfte sollten
treue Studenten für höhere Studien in industrialisierte Länder schicken, die über
fortgeschrittene Technologie verfügen, aber nicht nach Kolonisation und Ausbeutung
trachten. Vermeidet, Studenten in die USA, UdSSR und die Länder, die einem dieser beiden
Pole angehören, zu schicken, es sei denn, daß diese Mächte ihre in der Vergangenheit
gemachten Fehler zugeben, ihre räuberische Politik aufgegeben haben und eine
Außenpolitik übernommen haben, die auf humanen Prinzipien basiert, oder wenn, so Gott
will, die unterdrückten Massen der Welt, die wachsamen Nationen und verpflichteten
Muslime sie unterworfen haben. Möge dieser Tag kommen.
M. Radio, Fernsehen, Presse, Theater und Kinos sind die
effektivsten Instrumente bei der Korruption von Nationen, insbesondere der jüngeren
Generationen. Im gegenwärtigen Jahrhundert, insbesondere in der zweiten Hälfte, wurden
Rundfunk, Fernsehen und Presse in ihrer vollen Kapazität als Propagandamittel gegen den
Islam und die dienenden Ulama genutzt; als Mittel, um die Propaganda der
kolonialistischen, westlichen und östlichen Machtblöcke zu verbreiten; als Mittel, um
Produkte, insbesondere Luxusartikel aller Arten, anzupreisen, von Bauteilen über
Ziergegenstände, bis hin zu Getränken, Kleidung, etc., wobei nicht nur Produkte, sondern
auch der Lebensstil als Prestigebeispiel propagiert wurde, und war so sehr, daß es zu
einem Statussymbol wurde, in jeder Hinsicht des täglichen Lebens wie die westlichen
Menschen auszusehen; die Leute, insbesondere reiche Frauen, fühlten sich angetrieben,
deren tägliche Konversation zu übernehmen und ihre Kleidung und Methoden den
vorherrschenden Moden des Westens anzupassen; sich wie ein Europäer zu benehmen, war ein
Grund, stolz zu sein. Die "Pseudo-Europäer" imitierten die Europäer in allem;
fremde Worte und Begriffe wurden in der täglichen Konversation wie auch beim Schreiben
derart benutzt, daß sie damit ihre Äußerungen unnötig komplizierten und sie
ihresgleichen unverständlich machten.
Fernsehfilme waren entweder Produkte westlicher oder östlicher
Länder, die die junge Generation, Männer und Frauen von gesunden Angelegenheiten des
Lebens, der Arbeit, Industrie, Produktion und des Lernens wegführte und sie in eine Welt
von Selbstentfremdung, Nichtachtung und Mißtrauen gegenüber allem einheimischen incl.
ihrem Land, ihrer Kultur und sogar wertvollsten Werken der Kunst und Literatur, von denen
viele in Museen und Bibliotheken des Westens oder Ostens gebracht wurden, stürzte. Die
Zeitschriften, die skandalöse Artikel und beschämende Bilder veröffentlichten und die
Tageszeitungen, die das Rennen um anti-islamische und anti-nationale Kultur
veranstalteten, verlockten die Menschen und insbesondere die Jugend zur herrschenden
Kultur des Westens oder Ostens. Um nicht zu reden von einer endlosen Propaganda für die
Legitimierung von Korruptionszentren, Spielhallen, Lotterien und anderen Zentren für das
Verteilen verrückter Extravaganzen westlicher Kultur, einschließlich Kosmetika,
alkoholischer Getränke, extravaganter Geschenke und hunderter anderer Dinge; all dies kam
in unser Land und wurde finanziert durch den Verkauf von Öl, Gas, und anderen Ressourcen
an den Westen, und wenn das kriecherische und ruinöse Pahlawi-Regime länger überlebt
hätte, wären unsere jungen Leute, die Kinder des Islam und unseres Landes, auf die unser
Land für seine Zukunft schaut, gewiß den satanischen Intrigen und Verschwörungen des
korrupten Pahlawi-Regimes, der Propaganda der Massenmedien, und den versteckten
Andeutungen der westlich- und östlich-orientierten Intellektuellen unterlegen; oder sie
hätten ihr Leben in korrupten Vierteln ruiniert oder hätten vielleicht den
weltvernichtenden Mächten gedient und das Land zerstört. Der gesegnete und höchste Herr
hat uns durch Seine Gnade von Unheil und dem Bösen der Korrupten und räuberischen
Personen gerettet.
Mein letzter Rat an die Islamische Beratende Versammlung, den
Präsidenten, den Wächterrat, den Hohen Richterrat und die Regierung, jetzige und
zukünftige, ist, daß sie unsere Nachrichtenagenturen, unsere Presse und die
Publikationen im Dienste des Islam und der Interessen der Nation erhalten sollen. Wir
sollten alle daran denken, daß die "Freiheit" westlicher Art, die den Ruin der
Jugend, Jungen und Mädchen, verursacht, im Islam und vom gesunden Menschenverstand
verurteilt wird. Propaganda, Literatur, Artikel, Vorträge, Bücher und Zeitschriften, die
dem Islam entgegenstehen, sind verboten. Es liegt in der persönlichen Verantwortung von
allen von uns und allen Muslimen, deren Veröffentlichung und Verteilung zu verhindern.
Zerstörerische Freiheiten, und alles, was religiös verboten oder gegen die sozialen
Anstandsregeln in der Islamischen Republik oder gegen die Reputation der Islamischen
Republik ist, muß verhindert werden, ansonsten wird jeder von uns dafür verantwortlich
sein. Wenn die Leute und Jugend der Hizbollah solche Beispiele entdecken, müssen sie
diese den betreffenden Institutionen mitteilen; wenn die Beamte nichts unternehmen, haben
die Hizbollah-Mitglieder die Pflicht, derartiges zu verhindern. Möge der hohe Herr der
Helfer aller sein.
N. Mein letztes Wort an die Gruppen, Banden und anderen Leute, die
gegen die Nation und die Islamische Republik aktiv sind und primär mein letzter Rat an
ihre Führer in und außerhalb von Iran ist, daß sie einen rückschauenden Blick werfen
auf ihre lange Erfahrung, um für sich selbst herauszufinden, daß sie ihr Glück mit
allem und mit jeder Verschwörung, mit jedem Land und jeder Persönlichkeit versucht haben
und ihnen das bewiesen haben sollte, daß sie den Lauf des Lebens einer patriotischen
Nation nicht durch Meuchelmorde, Bombenladungen, verleumderische und unsinnige Propaganda
ändern können; daß keine Regierung durch solche unmenschlichen Mittel gestürzt werden
kann und insbesondere nicht die Regierung der Islamischen Republik, die auf einer Nation
junger Kinder, Erwachsener, alter Männer und Frauen, die sich für die Ziele der
Islamischen Republik, des Heiligen Quran und ihrer Religion selbst opfern, vertraut.
Ihr wißt (und ihr denkt naiv, wenn ihr das nicht tut), daß die Nation
nicht auf eurer Seite ist, und daß die bewaffneten Streitkräfte eure Feinde sind; und
wenn sie einmal eure Anhänger waren, habt ihr sie durch eure grausamen Taten und
kriminellen Aktivitäten abgestoßen. Durch eure Provokationen konntet ihr keine Freunde
gewinnen, sondern ihr habt euch Feinde gemacht.
Mein letzter uneigennütziger Rat an euch in den letzten Tagen meines
Lebens ist, nicht gegen diese unterdrückte Nation, die für 2500 Jahre geplagt war von
grausamen Monarchien und die sich von der Unterdrückung eines Regimes wie das der
Pahlawis und der weltvernichtenden, westlichen und östlichen Mächte befreite, indem sie
ihre besten Kinder und Jugendlichen als Märtyrer in ihrem Kampf für Freiheit weggab, zu
kämpfen. Wie kann ein menschliches Wesen sich gegenüber seinem eigenen Volk so
verhalten, nur um einiger Ämter willen und dabei weder Kinder noch die Älteren
verschonen? Ich rufe euch auf, solche unnützen und unklugen Taten zu beenden und nicht
weiter in die Hände der weltvernichtenden Mächte zu spielen. Wenn ihr keine Verbrechen
verübt habt, kehrt in euer Heimatland und zum Islam zurück, wo auch immer ihr seid und
bereut und seid versichert, daß Gott gnädig und barmherzig ist, und so Gott will, wird
die Islamische Republik und die iranische Nation eure Missetaten vergeben; wenn ihr ein
Verbrechen begangen habt, auf das eine göttlich verordnete Bestrafung steht, kehrt auf
halbem Weg um und bereut, und wenn ihr mutig genug seid, akzeptiert die Bestrafung, die
ihr erleiden sollt, und rettet euch damit vor qualvollen Leiden im Jenseits. Wenn ihr
nicht nach Hause zurückkehren wollt, vergeudet euer Leben nicht länger, ändert eure
Einstellung und verbringt den Rest eures Lebens mit einem Beruf, der euer eventuell Gutes
sichert.
Ich rate auch den Unterstützern dieser Leute in und außerhalb Irans,
über die Gründe nachzudenken, warum sie Leuten dienen, die zweifellos für die
weltvernichtenden Mächte arbeiten. Warum propagiert ihr ihre Pläne? Warum seid ihr in
ihren Fallen verfangen? In wessen Interessen und um wessentwillen tut ihr eurem Volk
unrecht? Ihr spielt in ihre Hände, und wenn ihr in Iran seid, werdet ihr selbst sehen,
daß die millionenstarken Massen der Islamischen Republik gegenüber loyal sind und sich
für sie aufopfern. Ihr könnt sehen, daß die gegenwärtige Regierung in diesem Land
aufrichtig im Dienste der Menschen und der ausgebeuteten Massen ist. jene, die
heuchlerisch vorgeben, den Massen verpflichtet zu sein oder Etiketten wie
"Mujahed" oder "Fedayin" tragen, machen sich gerade das Volk zum
Gegner, und sie beuten euch für ihre eigenen Zwecke und für einen der weltvernichtenden
Machtpole aus, während sie vergnüglich in einem der beiden kriminellen Machtpole leben;
oder sie leben in luxuriösen und komfortablen "Teamhäusern" oder Villen und
setzen ihre Verbrechen fort, für die ihr euer Leben opfert.
Mein ernsthafter Rat an euch, die Jugend, ist, diesen falschen Weg
aufzugeben und euch mit den entrechteten Massen, die der Islamischen Republik aufrichtig
dienen, zu vereinen und für ein unabhängiges und freies Iran zu arbeiten, so daß euer
Land und euer Volk von dem Bösen der Gegner befreit wird und ihr alle ehrenhaft zusammen
leben könnt.
Wofür und für wie lange beabsichtigt ihr, Befehle von Leuten, die an
nichts als ihre eigenen Interessen denken, entgegenzunehmen; die euch, im Schoß der
Supermächte ruhend, für ihre eigenen schrecklichen Ambitionen und Ziele opfern. In den
Jahren nach dem Sieg der Islamischen Revolution habt ihr festgestellt, daß ihre Taten
nicht mit ihren Ansprüchen übereinstimmen; daß ihr Behauptungen nur Mittel sind, um
unverdorbene Jugendliche zu betrügen. Ihr solltet wissen, daß ihr keine Macht gegenüber
der ungestümen Bewegung der Nation seid, und daß ihr durch eure Taten nur euch selbst
schadet und euer Leben ruiniert. Ich bin nun meiner Verpflichtung, Rat und Anleitung zu
geben, nachgekommen, und ich hoffe, ihr werdet diesem Rat, der euch nach meinem Tod
erreicht und der frei von Ehrgeiz und Eigeninteresse ist, Beachtung schenken, und ich
hoffe auch, daß ihr euch vor der ewigen Bestrafung Gottes retten werdet. Möge der
Segensreiche euch auf den rechten Weg leiten.
Mein Rat an die Linksradikalen wie die Kommunisten, die
Volksfedayin-Organisation und andere ist: Wie konntet ihr euch selbst einer
fehlgeschlagenen Ideologie verschreiben, ohne zuvor unterschiedliche Ideologien studiert
zu haben und ohne Hinzuziehung kompetenter islamischer Gelehrter, die über verschiedene
Denkschulen und insbesondere den Islam, gut orientiert sind? Was veranlaßte euch, euch
einigen wenigen "-ismen" zu verschreiben, die von Gelehrten und Wissenschaftlern
als null und nichtig beurteilt werden? Welches Motiv veranlaßte euch, euer Land in den
Schoß der Sowjets oder Chinas ziehen zu wollen, warum solltet ihr einen Krieg führen
gegen euer eigenes Volk im Namen der Sache des "Volkes", und warum solltet ihr
im Interesse der ausländischen Feinde zu Verschwörungen gegen eure Nation und gegen die
tyrannisierten Massen in diesem Land beitragen? Ihr seht, daß diejenigen, die sich dem
Kommunismus seit seiner Entstehung verschrieben haben, die diktatorischen, machthungrigen
und hegemonistischen Regierungen in der Welt geführt haben. Wie viele Länder wurden
unter dem Druck der Sowjetunion vernichtet und hörten auf zu existieren? Die von der
Sowjetunion regierten Nationen, muslimische und nichtmuslimische gleichermaßen, werden
unterdrückt von den Diktatoren der Kommunistischen Partei; ihnen wird jede Form von
Freiheit versagt, und sie sind einer Abschnürung unterworfen, welche die schlimmste aller
Diktaturen in der heutigen Welt ist. Wir sahen, daß Stalin, eine der sogenannten
schillernden Figuren der Kommunistischen Partei, sich mit aristokratischen Zeremonien
umgab. Nun gebt ihr euer Leben um eurer Liebe für dieses Regime willen, während die
unterdrückten Massen in der Sowjetunion und den Ländern des sowjetischen Blocks, wie
Afghanistan, unter der Grausamkeit des sowjetischen Regimes leiden. Ungeachtet dieser
Entwicklungen setzt ihr eure Verbrechen gegen das Volk, das ihr zu unterstützen
behauptet, fort. Ihr habt undenkbare Verbrechen gegen das ehrenwerte Volk von Amol
begangen, das ihr irrtümlicherweise als eure Anhänger angesehen habt, und habt durch
Täuschung eine große Anzahl von ihnen gegen die Regierung kämpfen lassen, wodurch viele
von ihnen getötet wurden. Ihr "Unterstützer des unterdrückten Volkes" wolltet
die unterdrückten und entrechteten Massen in Iran einer sowjetischen Diktatur übergeben,
und dafür nennt ihr euch Volksfedayin, die Unterstützer des Volkes. Ähnliches wird nun
verfolgt von der Tudeh-Partei durch Verschwörungen und Intrigen unter dem Anschein, die
Regierung der Islamischen Republik zu unterstützen und von anderen politischen Gruppen
durch die Kraft von Feuerwaffen, Meuchelmorden und Bombenexplosionen.
Mein letztes Wort an politische Parteien, die als linksradikal bekannt
sind (obgleich es Anzeichen für ihre Bindung an amerikanische Kommunisten gibt) und jene,
die im Namen der Selbstbestimmung und Unterstützung für die Kurden und Belutschen mit
Waffen kämpfen und das Leben der entrechteten Menschen in Kurdistan und anderen Gebieten
zerstört haben: ihr habt dadurch Bildungs-, Gesundheits-, Wirtschafts- und
Wiederaufbauleistungen in diesen Provinzen verhindert. Gruppen wie die Demokratische
Partei und Koumeleh sollten sich mit dem Rest der Massen vereinen. Die Erfahrungen zeigen,
daß sie nur Schaden zugefügt und nichts als Elend in diese Gebiete gebracht haben.
Deshalb ist es im Interesse ihrer selbst, ihrer Nation und ihrer Provinzen, mit der
Regierung zusammenzuarbeiten und revoltieren, ausländischen Feinden zu dienen und die
eigene Nation zu verraten, zu beenden. Laßt sie vielmehr am Aufbau des Landes teilhaben
und seid versichert, daß der Islam eine bessere Alternative für sie ist als der
kriminelle Westen oder der diktatorische Osten.
Mein Rat an muslimische Gruppen, die fälschlicherweise dem Westen oder
östlichen Ideologien zuneigen, die gelegentlich Unterstützung für die Heuchler
ausgedrückt haben - deren Verrat der Öffentlichkeit enthüllt wurde - und die aufgrund
ihrer falschen Auffassung, zu Zeiten die Feinde der Gegner des Islam verdammten und sie
ignorierten, ist, nicht an ihrem Fehler festzuhalten, sondern ihren falschen Glauben
aufzugeben: sich mit dem Volk zusammenzutun und sich hinter die Regierung und das
Parlament zu stellen und gemeinsam die unterdrückten Massen der Gegenwart von dem Unheil
und Bösen des Unterdrückers zu befreien.
Denkt an die Worte des klarsichtigen Gelehrten Moddaress, der in einer
Sitzung des Parlaments fragte, daß, wenn wir zerstört werden, wir selbst den Weg mit
eigenen Händen ebnen sollten? Heute, im Gedenken an diesen Märtyrer in der Sache Gottes
sage ich meinen treuen Brüdern, daß es besser wäre, durch die kriminellen Hände der
Amerikaner und Sowjets von der Weltszene zu verschwinden, als ein komfortables und
aristokratisches Leben unter der Fahne der Roten Armee des Ostens oder westlicher Truppen
zu haben. Dies war die Praxis der Propheten, Imame, Muslime und religiösen Weisen, der
wir folgen müssen. Wir müssen selbst die Überzeugung gewinnen, daß eine Nation ohne
jegliche Abhängigkeit überleben kann, wenn sie es will, und daß Weltmächte ihr gegen
ihren Willen keine Lebensweise auferlegen können, die ihren eigenen Überzeugungen
zuwiderläuft. Afghanistan ist ein aktuelles Beispiel, in dem das usurpatorische Regime
und die linksradikalen Parteien mit den Sowjets in einer Linie standen und stehen, jedoch
nicht fähig waren, die Massen zu unterjochen.
Hinzu kommt, daß die entrechteten Nationen der Welt erwacht sind, und
bald wird ihre Wachsamkeit in Aufständen, Revolten und Revolutionen ihren Höhepunkt
erreichen, und sie werden sich schrittweise von der Herrschaft der Unterdrücker befreien.
Ihr Muslime, die ihr an islamische Werte glaubt, könnt leicht sehen, daß die Trennung
vom Osten oder Westen seine Segen offenbart. Einheimische Intellekte und Gemüter wurden
aktiv und arbeiten, um uns zu Selbstversorgung zu führen. Alles, von dem die
verräterischen Experten des Westens oder Ostens behaupteten, daß wir es unmöglich
erreichen könnten, wurde deutlich erreicht von den Händen und Gehirnen der Nation. So
Gott will, wird diese Tendenz in der Zukunft andauern. Ach, diese Revolution fand spät
statt, denn hätte sie zu Beginn dieser grausamen und schmutzigen Regierung von Muhammad
Reza stattgefunden, dann wäre dieses geplünderte Land heute ein anderes.
Den Schriftstellern, Rednern, Intellektuellen, Nörglern und Leuten,
die sich aufgrund ihrer eigenen Komplexe gegen diese Revolution richten, rate ich: anstatt
eure Zeit damit zu verbringen, gegen die Interessen der Islamischen Republik zu arbeiten,
und anstatt eure Energie in Taten des Widerstandes und boshaften Gedanken zu erschöpfen,
das Parlament, die Regierung und andere öffentliche Bedienstete zu verleumden mit eurem
Pessimismus und bösen Absichten, die dazu dienen, unser Land in die Hände der
Supermächte zu treiben, sich in einer stillen Nacht in Abgeschlossenheit mit Gott
auseinanderzusetzen oder mit eurem eigenen Gewissen, wenn ihr nicht an Gott glaubt -und
die geheimen Motive herauszufinden, die im Unterbewußtsein jedes Menschen sein können
und die euch dazu führen, so zu handeln und zu sprechen, wie ihr es tut. Findet heraus,
warum und auf der Basis welcher Kriterien ihr auf das Blut eurer Jugend herabschaut, die
an den Kampffronten in Stücke gerissen werden und warum ihr einen psychologischen Krieg
mit einer Nation führt, die dazu bestimmt ist, sich selbst inner- und außerhalb des
Landes von der Last der Unterdrücker und Plünderer zu befreien und auch dazu bestimmt
ist, mit gleich welchen Selbstaufopferungen, die erlangte Unabhängigkeit und Freiheit zu
schützen. Findet heraus, warum ihr das Feuer der Teilung schürt und warum ihr
verräterische Verschwörungen gegen die Nation propagiert. Wäre es nicht besser, wenn
ihr euren Stift und eure Sprache dazu nutzt, euer Land zu schützen? Würdet ihr nicht gut
daran tun, diese unterdrückte und tyrannisierte Nation bei der Einsetzung einer
islamischen Regierung zu unterstützen? Erachtet ihr dieses Parlament, diesen
Präsidenten, dieses Kabinett und diesen Gerichtsrat wirklich als schlechter als ihre
Gegenstücke während des vergangenen Regimes? Habt ihr wirklich die Grausamkeiten jenes
verfluchten Regimes gegen das unterdrückte und hilflose Volk vergessen? Wißt ihr
wirklich nicht, daß zu jener Zeit dieses islamische Land eine militärische Basis für
die Vereinigten Staaten war, und daß sie unser Land als ihre Kolonie behandelten, daß
das Parlament, die Regierung und die Armee in den Klauen der Amerikaner waren? Wißt ihr
wirklich nicht, was ihre Berater, Techniker und Industriellen unseren Ressourcen antaten?
Habt ihr wirklich die zunehmende Prostitution in unserem ganzen Land vergessen, wie auch
die ständig wachsende Zahl von Korruptionszentren, Spielhallen, Weinkellern und
Likörgeschäften, Kinos und anderen Vierteln, die wichtige Elemente für den Ruin unserer
jungen Generationen waren? Habt ihr wirklich jene korrupten Massenmedien und Periodika und
Zeitungen in diesem Regime vergessen?
Nun, da die Zentren des Lasters verschwunden sind, lassen euch die
Gerichtsverhandlungen einiger junger Männer, die abweichenden Gruppen angehörten und
unrechtmäßige Taten gegen den Islam und die Islamische Republik begangen haben, und die
Hinrichtung derer, die gegen den Islam und die Islamische Republik revoltiert haben und
zum Tode verurteilt wurden, nach Menschlichkeit rufen. Gleichzeitig macht ihr gemeinsame
Sache mit den Leuten, die den Islam ausdrücklich verurteilen oder ihn durch Feuerwaffen
oder schriftlich und rhetorisch, was noch betrüblicher ist als die bewaffnete Art,
herausfordern. Ihr nennt die Leute, deren Hinrichtung Gott vorschreibt, euren Augapfel.
Ihr sitzt neben denen, die am 5. März ein Blutbad anrichteten und unschuldige Jugendliche
töteten, beobachtet ruhig die Szene und erachtet eure Einstellungen und Taten als mit dem
Islam vereinbar und ethisch. Wenn aber die Regierung und Gerichtshöfe die Feinde und
abweichenden Atheisten für ihr Handeln gerecht bestrafen, schreit ihr nach
Menschlichkeit! Es tut mir um einige der Brüder, deren Lebenslauf ich kenne, leid. Ich
interessiere mich für einige von euch, aber nicht für jene Aufrührer, die verkleidet
als Freunde und Wölfe in Schafskleidern, Schauspieler waren, die alle zum Narren hielten
und die das Land und die Nation zerstören wollten, denn sie waren die Diener eines der
beiden plündernden Pole.
Diejenigen, die Jugendliche, wertvolle junge Männer, Geistliche und
die Lehrer der Gesellschaft töteten und keine Gnade zeigten für unschuldige muslimische
Kinder, haben über sich selbst Schande gebracht und sich zu elenden Geschöpfen vor Gott
gemacht. Für sie ist die Straße der Rückkehr gesperrt, da sie völlig von dem Tier in
sich selbst beherrscht sind.
Aber ihr gläubigen Brüder im Glauben, warum helft ihr nicht der
Regierung und der Nation, die bestrebt sind, den Entrechteten, Unterdrückten,
Barfüßigen und den Menschen, die aller Mittel zum Lebensunterhalt beraubt sind, zu
dienen? Warum beschwert ihr euch? Habt ihr die Dienste der Regierung für das Volk
während der kurzen Zeit seit der Errichtung der Islamischen Republik unter
Berücksichtigung aller Unglücke und post-revolutionären Leiden, die jeder Revolution
eigen sind, des auferzwungenen Krieges, der Millionen iranischer und nicht-iranischer
Kriegsflüchtlinge und der unzählbaren Hindernisse mit Aufbaudiensten, mit dem gleichen
Zeitraum während des vergangenen Regimes zu messen versucht? Wißt ihr nicht, daß zu
jener Zeit Entwicklungsdienste das Privileg nahezu nur der Städte war und selbst dann nur
des reichen Viertels, wohingegen die armen und entrechteten Menschen, wenn überhaupt, nur
wenig Nutzen von diesen Diensten ziehen konnten, während die gegenwärtige Regierung wie
auch die islamischen Institutionen den entrechteten Menschen ihre Dienste mit ganzem
Herzen anbieten? Ihr Gläubigen, unterstützt die Regierung, so daß die Projekte früher
ausgeführt werden, und hofft, daß ihr auf eurer Reise zum Himmel das Zeichen des
Dienstes zu Seinen Dienern tragen werdet.
O. Eine der Fakten an die hier erinnert werden muß ist, daß der
Islam keinen tyrannischen Kapitalismus, der darauf zielt, die unterdrückten Massen zu
entrechten, billigt. Das Buch und die Traditionen verurteilen diese Art des Kapitalismus
scharf und sehen ihn als der sozialen Gerechtigkeit entgegenstehend an, obwohl einige, die
über die islamische Regierung und politischen Fragen in einem islamischen Staat
uninformiert sind, fälschlicherweise gedacht haben, daß der Islam unkontrollierten
Kapitalismus und privaten Besitz vertrete. Solche Mißinterpretationen der islamischen
Verordnungen beeinträchtigen das glänzende Bild des Islam und bereiten damit den Weg
für voreingenommene Attacken der Feinde des Islam, die eine islamische Regierung als eine
den kapitalistischen Regierungen des Westens gleiche Regierung ansehen. Auf grundlose
Anschuldigungen und falsches Verständnis vertrauend, fordern die Feinde den Islam heraus,
ohne auf islamische Quellen zurückzugreifen, um diesen Punkt zu klären. Noch ist der
Islam im anderen Extrem ein Regierungssystem wie Kommunismus und Marxismus-Leninismus, der
privates Besitztum verurteilt und den Kommunismus in allen Stufen vertritt oder vertrat.
Dies wäre eine destruktive Diktatur. Vielmehr ist der Islam ein ausgewogenes und
moderates Regierungssystem, das privaten Besitz anerkennt und ihn in einer begrenzten Form
respektiert. Die Realisierung dieses Systems in seiner wahren Form wird eine gesunde
Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit hervorbringen, denn soziale Gleichheit ist die
Vorbedingung für ein gesundes politisches System.
Auch hier sind einige unbewußte und unlogische Personen ohne
fundiertes Wissen über den Islam und seine Vorstellungen über eine gesunde Wirtschaft
aufgestanden in Opposition zur ersten Gruppe. Durch Verweis auf einige Verse aus dem
Heiligen Quran oder der Nahjul-Balagha geben sie vor, daß der Islam mit solch
abweichenden Schulen wie dem Marxismus vereinbar sei. Jene achten nicht auf die anderen
Teile der Nahjul-Balagha und qur'anischen Verse, und aufgrund ihres unvollständigen
Verständnisses, folgen sie einem kommunistischen Glauben. Sie ignorieren den dieser
Weltanschauung innewohnenden Atheismus, die Diktatur und Abschnürung menschlicher Werte -
eine Minderheit behandelt die Massen wie Tiere.
Ich rate dem Parlament, dem Wächterrat, der Regierung, dem
Präsidenten und Obersten Gerichtshof, sich den göttlichen Verordnungen anzuvertrauen und
nicht von der leeren Propaganda des plündernden Pols der Kapitalisten und der
unreligiösen Kommunisten beeinflußt zu werden und privaten Besitz und Kapital, das
innerhalb der Grenzen des Islam erworben ist, anzuerkennen und zu respektieren. Ich rate
euch, die Anerkennung dieser Prinzipien den Leuten zu versichern, so daß privates Kapital
in produktive Aktivitäten investiert wird und somit zur Selbstversorgung des Landes und
der Regierung in allen Gebieten beiträgt. Ich rate den Reichen und den Besitzern von
legal erworbenem Geld, ihre rechtmäßig verdienten Gewinne in innovative Vorhaben der
Landwirtschaft, Fabriken und unserer Dörfer zu investieren, was ein empfehlenswerter Akt
von Anbetung ist.
Ich fordere alle auf, sich für das Wohlergehen der entrechteten Massen
einzusetzen und sich daran zu erinnern, daß ihr eventuell Gutes abhängt von ihren
Diensten für die entrechteten Massen der Gesellschaft, die Elend und höchste Qualen
während der Monarchien und der Herrschaft von Feudalherren erlitten haben. Mildtätig
sind jene unserer besitzenden Menschen, die freiwillig Unterkünfte für Bewohner von
Elendsvierteln anbieten und die für ihr Wohlergehen sorgen, denn solche Taten werden
ihnen in dieser Welt und im jenseits Gutes bringen, und natürlich ist es weit von
Gleichheit entfernt, daß eine Person obdachlos ist und eine andere viele Apartmenthäuser
besitzt.
P. Mein letztes Wort an den Teil der Geistlichkeit und der
Pseudo-Klerikalen, die sich aus verschiedenen Gründen der Islamischen Republik
widersetzen, ihr Leben mit umstürzlerischen Plänen verbringen und mit verschwörerischen
Gegnern und politisch Handelnden kollaborieren mit Hilfe der riesigen Geldsummen, die sie
von den ungöttlichen Kapitalisten erhalten, ist: bis heute habt ihr durch solche bösen
Taten nichts gewonnen, noch sehe ich es als wahrscheinlich an, daß ihr dies in Zukunft
tun werdet. Wenn ihr solche Handlungen, wie ihr sie begangen habt, für weltliche Zwecke
getan habt, an deren Erfüllung euch Gott hindern möge, dann ist es besser, daß ihr eure
Taten bereut, solange es nicht zu spät ist, die Sache der unterdrückten und
ausgebeuteten Nation vertretet und die Islamische Republik unterstützt, die durch die
Opfer der Nation entstand. Darin liegt euer wahres Ziel in dieser Welt und im Jenseits,
obwohl ich es für unwahrscheinlich halte, daß ihr bereut, bevor es zu spät ist.
Denjenigen, die der Islamischen Republik Widerstand leisten, sich
islamischen Vorschriften und Verordnungen widersetzen und in Gottes Namen handeln, um die
Islamische Republik zu stürzen und denken, daß diese schlecht oder schlechter sei als
die Monarchie, rate ich, die Dinge mit einem klaren Herzen in Einsamkeit zu überdenken
und die Islamische Republik mit dem vorherigen Regime zu vergleichen und dabei auch daran
zu denken, daß alle Revolutionen in der ganzen Welt auch durch Chaos, Übertretungen und
Beispiele von Opportunismus charakterisiert waren. Bedenkt die Tatsache, daß die
Islamische Republik all diesen Dingen ausgesetzt war, falsche Propaganda, Lügen,
Anschuldigungen, bewaffnete Angriffe von außerhalb und innerhalb der Grenzen auszustehen
hatte und die unvermeidbare Infiltration korrupter, unislamischer Elemente in allen
staatlichen und Regierungsorganen zur Schaffung von Unzufriedenheit und Unruhe zu
bekämpfen hatte. Hinzu kommt, daß die Mehrzahl der im öffentlichen Dienst
Beschäftigten unerfahren waren, und viele alte Angestellte waren unzufrieden, weil ihr
unrechtmäßiges Einkommen gekürzt worden war. So zeigten sie ihre Abneigung durch das
Verbreiten von Lügen und falschen Gerüchten. Mit all diesem und einem akuten Mangel an
religiösen Richtern, lästigen wirtschaftlichen Lasten, Schwierigkeiten bei der
Säuberung von korruptem Personal und einem Mangel an qualifiziertem, kompetenten Personal
und vielen andere Problemen mußte man sich auseinandersetzen. Andererseits setzen
voreingenommene Monarchisten mit unermeßlichem Kapital, das sie durch Wucherei,
übermäßiges Profitieren, Devisenhandel, Schmuggeln, Hamstern, usw. angesammelt haben,
die verarmten und entrechteten Massen der Gesellschaft unter Druck und führen die
Gesellschaft zur Korruption. Männer dieser Kategorie kommen mit betrügerischen Zielen zu
euch, täuschen euch islamische Überzeugung vor, und manchmal zahlen sie sogar religiöse
Abgaben und vergießen Krokodilstränen. Sie machen euch wütend und erwecken eure
Gefühle gegen die islamische Regierung. Viele von denen saugen den Leuten das Blut aus,
durch illegitimes Profitieren und Ruinieren der nationalen Wirtschaft. Mein brüderlicher
und demütiger Rat an euch, das ehrenwerte Volk, ist, sich nicht von solchen Gerüchten
beeinflussen zu lassen. Unterstützt und stärkt die Islamische Republik um Gottes willen
und um der Erhaltung des Islam willen. Seid sicher, falls die Islamische Republik
zusammenbricht, wird sie nicht von einer islamischen Regierung ersetzt, die das Siegel der
Zustimmung des Imam unserer Zeit haben wird, oder nach den Wünschen von Leuten wie euch
handeln wird; sondern das Regime, das die Islamische Republik ersetzen soll, wird eins
sein, das dem Wunsch einer der beiden Supermächte entspricht. In dieser Zeit werden die
entrechteten Menschen der Welt, die ihr Vertrauen in den Islam und das islamische
Regierungssystem gelegt haben und die zu ihm schauen als ihrer Zuflucht, enttäuscht und
frustriert sein, und dann wird es zu spät sein, nach begangenen Fehlern Gutes zu tun.
Wenn ihr erwartet, daß diese Dinge gemäß den Prinzipien und göttlichen Verordnungen
des Islam über Nacht reformiert werden, dann irrt ihr euch, denn niemals in der
Geschichte wurde der Mensch Zeuge eines solchen Wunders, noch ist es wahrscheinlich, daß
so etwas in der Zukunft geschieht. Denkt nicht, wenn der große Reformer erscheint, wird
ein Wunder stattfinden, und die Welt wird an einem Tag geordnet werden! Vielmehr geschieht
es durch die Anstrengungen und Opfer, daß die Unterdrücker beseitigt werden. Wenn
jedoch, wie einige fehlgeleitete und unwissenden Leute behaupten, um die Ankunft des Imams
unserer Zeit zu beschleunigen, die Weit völlig von Grausamkeit beherrscht werden muß,
warum sind wir dann von Gott und werden wir zu Ihm zurückkehren?
Q. Mein letztes Wort an die Muslime und unterdrückten Massen der
Welt ist: ihr sollt nicht dasitzen und warten, daß ihr von euren eigenen Herrschern oder
den ausländischen Mächten mit Unabhängigkeit und Freiheit beschenkt werdet. Während
der letzten hundert Jahre wurden wir Zeuge der Infiltration der großen Weltmächte in
allen islamischen Ländern und in anderen kleinen Ländern, und wir haben beobachtet oder
in verläßlichen Geschichtsbüchern gelesen. Daß kaum eine Regierung in diesen Ländern
um die Freiheit, Unabhängigkeit und Wohlfahrt seines eigenen Volkes besorgt war, noch
sind sie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Im Gegensatz dazu hat die große Mehrheit dieser
Regierungen ihr eigenes Volk entweder tyrannisiert oder mundtot gemacht, um die Interessen
einer kleinen Gruppe oder das Wohlergehen der wohlhabenden höheren Klassen zu schützen;
die tyrannisierten Menschen, die in Elendsvierteln leben, denen aller Lebenskomfort und
selbst solche Dinge wie Wasser, Brot und die Mittel der täglichen Nahrung vorenthalten
werden, wurden entrechtet und ausgebeutet um des Vorteils der wohlhabenden Klasse willen;
oder sie waren Marionettenregierungen der Großmächte, die alles getan haben, um Länder
und Nationen zu unterjochen und sie zu abhängigen konsumorientierten Ländern zu machen,
zu Märkten für die Produkte der westlichen und östlichen Blockländer; diese Nationen
sollten rückständig gehalten werden, um somit die Interessen der Großmächte zu
verteidigen, und selbst heute noch verfolgen sie die gleiche Verschwörung. 0 ihr
unterdrückten Massen der Welt! 0 Muslime und muslimische Länder der Welt! Erhebt euch
und holt euch eure Rechte mit euren eigenen Zähnen und Händen, der lärmenden Propaganda
der Supermächte trotzend, und verfolgt die kriminellen Herrscher und die Herrscher, die
die Früchte eurer Mühen euren Feinden und den Feinden des Islam übergeben; ihr selbst
und die treuen öffentlichen Diener sollten die Angelegenheiten eures Landes übernehmen.
Vereinigt euch unter dem stolzen Banner des Islam und bekämpft die Feinde des Islam und
der entrechteten Völker der Welt. Schreitet voran in Richtung auf eine unabhängige und
freie Islamische Republik. Wenn ihr dies realisiert, werden die arroganten Mächte zu
ihren rechtmäßigen Positionen zurückkehren und die Unterdrückten der Welt werden die
Erben eurer Länder werden. Laßt uns auf die Ankunft des Tages, den der erhabene Herr uns
versprochen hat, hoffen.
R. Zum Schluß dieses Letzten Willens möchte ich diese edle Nation
von Iran daran erinnern, daß das Maß, in dem der Mensch sich quält, leidet und Taten
der Selbstaufopferung und Selbstverleugnung vollbringt, im gleichen Verhältnis steht zu
seinem Zweck, Wert und erhabenen Status.
Wofür ihr euch erhoben habt, was ihr verfolgt, wofür ihr euer Leben
und eure Mittel opfert, ist das edelste aller Ziele seit der Schaffung des Universums
durch die Ewigkeit hindurch. Es ist die göttliche Ideologie im weitesten Sinne des Wortes
und die Idee der Einheit Gottes in Seiner erhabenen Größe, welches das Fundament und das
letzte Ziel der Welt des Seins und des Unsichtbaren ist, die in ihrer vollen Bedeutung und
Dimension in der Schule Muhammads (s.) und ihrer großen Persönlichkeiten und Bewahrer
manifest ist, die das Ziel aller führenden Propheten (s.) war und ohne die der Mensch
keine absolute Perfektion oder Wiedervereinigung mit seiner absoluten Herrlichkeit und der
unendlichen Schönheit Seiner Göttlichkeit erlangen wird. Es ist genau die gleiche Sache,
die den irdischen Menschen über den Rang jener göttlichen Geschöpfe im Reich Gottes
erhoben hat, und die Reise eines irdischen Menschen gerade zu diesem Ziel hat einzig und
alleine für ihn eine Konsequenz und nicht für andere Seiner Geschöpfe, seien sie
sichtbar oder unsichtbar.
Ihr kämpfenden Leute seid bedeckt von einem Banner, das überall in
der materiellen und geistigen Welt weht. Ob ihr erkennt oder nicht, was euer Gesuchtes
ist, ihr werdet auf der gleichen Straße marschiert sein, die der Weg aller Propheten (s.)
war und die der einzige Weg zur absoluten Rettung ist. Es ist dieses gleiche Motiv, das
alle Heiligen veranlaßt, Märtyrertum auf diesem Weg anzunehmen und das den
hoffnungsvollen Tod süßer macht als Honig. Eure Jugend hat dies an' den Kampffronten
erlebt und fühlt sich seither in gehobener Stimmung, dessen Effekt auch in ihren
Müttern, Schwestern, Vätern und Brüdern manifest ist. Wir müssen alle hoffen, daß wir
einen solch erhabenen Status und Erfolg erlangen können.
Wir müssen daran denken, daß ein Aspekt dieser göttlichen
Offenbarung sich all jenen zeigt, die an Orten wie Äckern, Fabriken, Werkstätten und in
den Zentren für industrielle und technologische Entwicklungen arbeiten und für die
Mehrheit jener, die sich in unseren Märkten, Straßen und Dörfern engagieren und für
alle anderen, die für die Sache des Islam, die Islamische Republik und um dem Land zu
helfen, sich zur Selbstversorgung zu entwickeln, eine Aufgabe übernommen haben; so Gott
will, wird unser Land, solange der Geist der Zusammenarbeit in unserer Gesellschaft
vorherrscht, vor allem weltlichen Schaden geschützt sein. Gott sei Dank sind unsere
Universitäten. Unsere theologischen Schulen, unsere geliebte Jugend und unsere Bildungs-
und Schulzentren mit dieser göttlichen Gabe ausgestattet; diese Zentren waren unter dem
Befehl und der Hand von Kriminellen, und entrechtete Leute waren sehr weit von diesen
Zentren entfernt.
Mein letztes Wort an alle ist, in Richtung auf Selbstbewußtsein,
Selbstversorgung und Unabhängigkeit in allen Bereichen fortzuschreiten. Ohne Zweifel ist
Seine helfende Hand mit uns, vorausgesetzt, daß ihr mit Ihm seid und diesen
Kooperationsgeist für den Fortschritt des Islamischen Landes beibehalten könnt. Ich
bete, daß alles, was ich in diesem Volk an Wachsamkeit, Intelligenz, Hingabe,
Widerstandsgeist und Mut sehe, im Weg Allahs genutzt und durch Seine Gnade den folgenden
zukünftigen Generationen mit gesteigerter Schwungkraft übertragen wird.
Mit einem ruhigen und zuversichtlichen Herzen und einem auf Allahs
Gnade hoffendem Bewußtsein nehme ich nun Abschied von meinen Schwestern und Brüdern für
die Reise zu meiner ewigen Wohnstätte. Ich bedarf eurer Segnungen und flehe um die Gnade
und Vergebung des Allmächtigen Gottes für meine Nachlässigkeiten, Fehler und Schwächen
und ich hoffe, daß auch die Nation meine Unzulänglichkeiten, Nachlässigkeiten und
Fehler vergeben und fest und beständig weiter marschieren wird. Die Abwesenheit eines
Dieners hinterläßt keinen freien Platz in dieser Nation, denn es gibt bessere und edlere
Diener unter euch, und Allah wird diese Nation und die unterdrückten Massen der Welt
schützen.
Ruhollah al-Musawi al-Khomeini 15. Februar 1983
Im Namen des Höchsten
Mein Sohn Ahmad Khomeini soll diesen Letzten Willen den Leuten nach
meinem Tod verlesen, oder wenn er einen verzeihlichen Grund hat, dies nicht zu tun, der
ehrenwerte Präsident, Parlamentssprecher oder Oberste Richter, und wenn dies aus
verzeihlichen Gründen nicht möglich ist, ein Mitglied der ehrenwerten Richter des
Wächterrates.
Ruhollah al-Musawi al-Khomeini
Im Namen des Höchsten
Postskriptum: In diesem Nachsatz meines 29-seitigen Letzten Willens und
seinem Vorwort möchte ich einige Punkte aufführen.
1. Während meines Lebens wurde ich einige Male zitiert, daß ich Dinge
gesagt hätte, die ich nie gesagt habe, und es ist wahrscheinlich, daß mir nach meinem
Tod mehr falsche Zitate zugeschrieben werden. Deshalb muß ich sagen, daß nichts, was mir
zugeschrieben wird, wahr ist, sofern es nicht meine eigene Stimme, meine eigene
Handschrift ist und meine eigene Unterschrift trägt und von Experten als echt befunden
ist, oder solange es nicht auf meinen eigenen Worten, wie sie im I.R.I.B. (Rundfunk der
Islamischen Republik Iran) zu meinen Lebenszeiten ausgestrahlt wurden, beruht.
2. Zu meinen Lebzeiten haben bestimmte Leute behauptet, daß sie meine
Botschaften geschrieben hätten, was ich definitiv bestreite; ich erkläre, daß keine
meiner Botschaften von jemand anderem als mir selbst geschrieben wurde.
3. Ich höre, daß einige Leute gesagt haben, sie seien für meine
Reise nach Paris verantwortlich, was völlig unwahr ist. Nachdem mir der Aufenthalt in
Kuwait versagt worden war, entschied ich mich nach Beratung mit meinem Sohn Ahmad, mich
nach Paris zu begeben, weil angenommen wurde, daß muslimische Staaten uns keine
Einreisevisa geben würden, da die Regierungen dieser Länder vom Schah beeinflußt waren,
doch Paris schien das nicht zu sein.
4. Während der Islamischen Revolution sprach ich bei bestimmten
Gelegenheiten hoch von bestimmten Individuen, obwohl ich später erkannte, daß ich von
ihrem scheinheiligen Verhalten und ihren islamischen Ansprüchen, so zu sein wie sie es
vorgaben, getäuscht worden war. Zu jener Zeit gaben sie Treue und Verbundenheit zur
Islamischen Republik vor, doch sollten unerwiesene Behauptungen keine Basis für den
Gewinn ungebührlicher Vorteile sein. Die Kriterien, mit denen die Menschen zu beurteilen
sind, sind die gegenwärtig gültigen.
Ruhollah al-Musawi al-Khomeini