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US-Umsturzversuche werden auch in Zukunft scheitern: Die komplette Rede Imam Chameneis vor Vertretern aus Qum

von Offenkundiges am 21. Januar 2018

Am 9. Januar 2018 hielt Imam Chamenei eine Rede vor Vertretern der heiligen Stadt Qum. Der Imam hielt die Rede anlässlich des Jahrestages der Erhebung der Stadt gegen das US-gestützte Schah-Regime am 19. Dey 1356 (9. Januar 1978). Auszüge der Rede hat Offenkundiges bereits veröffentlicht.

Es folgt die sinngemäße Übersetzung der vollständigen Rede, angepasst als Lesemanuskript mit hinzugefügten Überschriften und Einschüben in eckigen Klammern. Übersetzt direkt aus dem persischen Original von Ruhollah Abolhassani.

Begrüßung

Aller Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten, Abul-Qasim al-Mustafa Muhammad und mit seiner makellosen, reinen und fehlerfreien Familie, besonders mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Imam Mahdi (a.)).

Liebe Brüder, liebe Schwestern, Sie sind herzlich willkommen, Sie mutigen und tapferen Menschen von Qum, die Gruppe der verehrten Gelehrten und Wissenschaftler. Der 19. Dey (9. Januar) ist für meine Wenigkeit jedes Jahr aufs Neue eine Freude, Sie gläubige, mutige und edle Menschen sehen zu dürfen.

Qum ist voller Motivation und Hoffnung – sowohl hoffnungsvoll als auch hoffnungsgebend. Qum ist definitiv die Stadt im Iran, die die Führung innehat, ebenso sind die Menschen aus Qum Führungspersönlichkeiten. Am 9. Januar 1978, an dem wir von den Ereignissen in Qum aus der Ferne gehört haben – zu jener Zeit, in der es noch kein Zeichen von Menschenversammlungen oder Spannungen gab –, erhob sich Qum, lehnte sich auf (gegen den Schah) und opferte Märtyrer. Seit diesem Tag bis heute sind vierzig Jahre vergangen, und Qum hat sich kontinuierlich auf dem geraden Weg (sirat al-mustaqim) bewegt. Auch dieses Jahr haben Sie gesehen, wie die Menschen in Qum und anderen Städten am 9. Dey (30. Dezember) wie üblich an den Demonstrationszügen teilgenommen haben. Jedoch haben die Menschen in Qum es nicht dabei belassen und am 13. Dey (3. Januar) einen weiteren, gewaltigen Zug voller Enthusiasmus durchgeführt.

Die Sprache der Nation seit vierzig Jahren

Das ist das immerwährende Wort unserer Nation! Die Sprache unserer geliebten Nation, der verschiedenen Richtungen, der Städte und Jugendlichen ist die Sprache der Revolution, des islamischen Systems, der Standhaftigkeit gegenüber Gewalt und der Entschlossenheit, nicht dem Druck der Tyrannei nachzugeben. In all den vergangenen Jahren war das Wort dieser Nation einstimmig, und auch heute nach vierzig Jahren folgt sie der gleichen Logik, dem gleichen Weg, und sie verfolgt das gleiche Ziel. Jedoch ist sie heute reicher an Reife, Erfahrung und Kenntnis. Und was die Motivation und den Enthusiasmus der Jugendlichen betrifft, so kann man sagen, dass sie mindestens so groß ist wie damals. Hinzu kommt, dass ihre Anzahl gestiegen ist. Das heißt, heute ist die Anzahl der gläubigen und motivierten Jugendlichen, die bereit sind in gefährlichen Gebieten ihr Leben zu opfern, um ein Vielfaches größer als zu Beginn der Revolution. Das ist die stetige Linie dieses Landes.

Ich wiederhole diese Worte immer wieder und auch die Beweise hierfür liegen vor. Was jedoch in diesen Tagen stattfand, wird durch offenkundige Beweise untermauert. Wie bereits erwähnt schloss sich die iranische Nation am 9. Dey (30. Dezember) landesweit parallel zu den Feuerspielen und den teuflischen Taten einiger – zu denen ich noch kommen werde – diesem Zug an. Als sie jedoch erkannten, dass die feindlichen Söldner keine Ruhe geben, wiederholten sie diese Demonstrationen. Nach und nach haben sich immer mehr Menschen angeschlossen. Es begann am 13. Dey (3. Januar) in Qum, Ahwaz, Hamedan, Kermanschah und setzte sich am 4., 5., 6. und 7. Januar in anderen großen Städten wie Maschhad, Schiraz, Isfihan und Tabriz fort.

Das sind keine normalen Ereignisse! Sowas existiert nirgendwo auf dieser Welt und ich sage das auf Basis von Kenntnissen. Diese gewaltige und einheitliche Bewegung einer Bevölkerung gegenüber der feindlichen Verschwörung mit solch einer Ordnung und Weitsicht, solch einem Enthusiasmus und einer solchen Motivation existiert nirgendwo auf dieser Welt. Und das hält seit vierzig Jahren so an! Die Rede ist nicht von einem, zwei oder fünf Jahren. Es ist der Krieg zwischen der Nation und den Feinden dieser Nation. Es ist der Krieg zwischen dem Iran und den Feinden des Irans. Es ist der Krieg zwischen dem Islam und den Feinden des Islams. Das gab es bereits und wird es weiterhin geben. Jedoch hat der standhafte und ausdauernde Kampf der iranischen Nation nicht dazu geführt, dass sie die anderen Aufgaben und Pflichten versäumt hätte. Eure Kinder und Jugendlichen haben wissenschaftlichen Fortschritt bewerkstelligt und eure Verantwortlichen haben große Taten vollbracht und das Ansehen der Nation im Land und der Region gehoben. Das heißt, die Nation hat gezeigt, dass sie eine wache, frische und eine gottergebene Nation ist – und Gott hilft dabei auch.

Die Bemühungen des Feindes sind auf die Revolution gerichtet

Tatsächlich ist jede Aktion des Feindes der letzten vierzig Jahre ein Angriff auf die Revolution. Die Revolution hat, politisch betrachtet, die Wurzeln der Feinde aus diesem Land gerissen und sie versuchen nun immer wieder anzugreifen und jedes Mal erfahren sie eine Niederlage. Sie beginnen eine Aktion, sind aber unfähig sie voranzubringen. Grund dafür ist die Standhaftigkeit [des iranischen Volkes], der starke menschliche und nationale Schutzwall. Auch diesmal sagt die Nation mit voller Macht zu den USA, den Engländern und den in London Ansässigen [militante Exil-Iraner u.a.]: Auch dieses mal seid ihr gescheitert und ihr werdet weiterhin scheitern.

[Zuhörer rufen Parolen gegen die Feinde]

Sie haben Milliarden Dollar investiert. Seit Jahren schaffen sie Netzwerke, züchten Söldner heran, damit diese von innen die Lage erschweren. Sie haben es [früher] nie zugegeben. Die heutigen Verantwortlichen der US-Regierung haben sich aber selbst aufgrund ihrer offenkundigen politischen Naivität verraten. Sie haben gesagt: Von außen können wir dem Iran nichts anhaben, daher müssen wir ihn von innen zerstören. Das ist das, was sie bereits seit Jahren durchführen: Sie schaffen Netzwerke und werben Söldner an. Für die Kosten ziehen sie die von ihnen abhängigen Regierungen über den Tisch. Sie kommen hierher, besuchen eine sehr reiche Regierung am Persischen Golf und ziehen sie finanziell für ihre Zwecke über den Tisch. Sie recyceln den geflohenen Müll aus dem Iran [militante Exil-Iraner].

[Gelächter unter den Zuhörern]

Sie bringen diese wieder auf das Feld – falls man sie überhaupt recyceln kann.

[Gelächter unter den Zuhörern]

Sie haben tausende virtuelle Netzwerke ins Leben gerufen und dutzende Fernseh- und Satellitenkanäle gestartet. Sie haben sowohl aus dem Südosten als auch Nordwesten selbst geschaffene Terrorbanden und Bombenkommandos durch die Grenzen ins Land geschleust. Sie haben diese Nation mit Lügen, Verleumdungen und Gerüchten bombardiert, damit das vielleicht die Denkweise der Menschen, insbesondere die der heranwachsenden Jugendlichen ändert. Sie wollten unsere geliebte Jugend, jene, die weder den Imam (Chomeini) noch die Revolution noch die Phase der heiligen Verteidigung noch unsere großen Märtyrer gesehen haben, beeinflussen.

Was ist das Ergebnis? Hodschadschi, Märtyrer Hodschadschi. Dieser aktuelle und geliebte Märtyrer aus Nadschafabad und weitere Märtyrer, die in den letzten Tagen das Martyrium erlangt haben. Das sind alles diese Jugendlichen. Sie locken die Leute von innen, üben Einfluss auf bestimmte innere Säulen, jedoch sind sie auch direkt eingestiegen. Sie haben es gesehen, ich werde dazu noch etwas sagen; das Einmischen der US-Verantwortlichen in den letzten Tagen mittels der sozialen Medien und ähnliches. Und wieder sind sie gescheitert. Trotz all dieser Bemühungen sind sie gescheitert.

Dank an das iranische Volk

Ich sehe es als notwendig an, mich bei unserem Volk zu bedanken – ich muss mich tausendmal bedanken, nicht nur einmal. Diese Nation ist wahrlich eine weise, treue, weitsichtige, tüchtige, aufmerksame Nation, die genau weiß, wann und in welcher Situation sie sich bewegen muss. Am Donnerstag (7. Dey / 28. Dezember) begannen die Ereignisse in Maschhad. Am Samstag wurde der gewaltige Demonstrationszug durchgeführt. Seit Jahren gab es in Maschhad nicht mehr solch einen emotionalen und enthusiastischen Demonstrationszug. Dann fanden ein, zwei Tage die verstreuten Aktionen statt, die Sie bereits kennen. Anschließend sind fünf Tage lang in Folge vom 13. Dey (3. Januar) bis zum 17. Dey (7. Januar) die Menschen auf die Straßen gegangen.

Wahrlich, diese Nation hat ihre Treue und ihre Kenntnis über die Situation bewiesen. Und natürlich empfangen die anderen (die Feinde) diese Nachrichten. Einige hunderte Störenfriede und Randalierer werden als Tausende dargestellt und die millionenstarke Bewegung einer Nation stellen sie als eine kleine Gruppe von ein paar tausend Menschen dar. In den Medien stellen sie es so dar. Sie selbst verstehen es, die verantwortlichen Politiker verstehen sehr gut die Situation, aber sie geben es nicht zu. Die Nation erfüllt ihre Aufgabe und mit dieser gewaltigen Bewegung hinterlässt sie einen Eindruck, sie schüchtert die Politiker der Feinde ein und flößt Angst in deren Herzen ein. Diese Nation hat ihre Weitsicht und Bereitschaft tatsächlich an die Spitze befördert. In diesen Tagen haben sie das bestens unter Beweis gestellt.

Die Trennung zwischen friedlichen Protesten und mörderischen Randalen

In diesen Tagen wurden diese Ereignisse von verschiedenen Persönlichkeiten und Fraktionen in Zeitungen sowie virtuellen Netzwerken mit diversen Ergebnissen analysiert. In den gesamten Analysen gab es einen gemeinsamen Punkt, bei dem sich alle einig sind. Dieser Punkt ist auch richtig. Es ist die Trennung der ehrlichen und richtigen Forderungen der Menschen von den Randalen und zerstörerischen Aktionen einer Gruppe. Diese muss man trennen.

Dass einen Menschen sein ihm zustehendes Recht verweigert wird und dieser dagegen protestiert oder die Protestierenden, seien es hundert oder fünfhundert Menschen, sich an einem Ort versammeln und demonstrieren, ist eine Sache. Jedoch ist es eine ganz andere Sache, wenn einige Leute diese Versammlung ausnutzen, um den heiligen Quran und den Islam zu beleidigen, die [iranische] Flagge zu schmähen und eine Moschee anzuzünden, zu verwüsten und zu verbrennen. Das sind zwei Sachverhalte, die man nicht miteinander vermischen darf.

Dass Menschen in diesem Land Anforderungen und Beschwerden kundgetan haben, gab es immer schon und gibt es weiterhin. Einige dieser problematischen Institutionen, Organe und Kammern haben die Menschen verärgert. Es ist nun über ein Jahr her, dass wir darüber Kenntnis haben. Wir erhalten häufig diese Informationen. Die Menschen versammeln sich in einer Stadt gegenüber einer Institution oder einer staatlichen Einrichtung. Solche Dinge gibt es und gab es auch in der Vergangenheit. Niemand widerspricht oder stellt sich gegen diese Versammlungen. Und es ist die Pflicht, sich die Worte der Menschen zu Herzen zu nehmen und umzusetzen. Man muss sich ihre Forderungen anhören und mit allen verfügbaren Mitteln und Fähigkeiten darauf eingehen. Unter den Forderungen kann es z. B. zehn Forderungen geben, von denen zwei unnötig sind, aber den richtigen Forderungen müssen wir alle nachgehen. Ich sage nicht, „die“ müssen dem nachgehen, da ich selbst auch verantwortlich bin! Wir alle müssen dem nachgehen. Und ich werde in meiner Rede einige Punkte anführen, die an die Verantwortlichen adressiert sind.

Aber das hat nichts damit zu tun, dass einige die Flagge verbrennen oder andere sich die Versammlung der Menschen zunutze machen und die Heiligtümer der Menschen, den heiligen Quran, den Islam und das System der Islamischen Republik beleidigen.

Das teuflische Dreieck hinter den Kulissen

Ich teile Ihnen mit, dass ein Dreieck bei diesen Ereignissen aktiv war. Und es ist nicht erst gestern entstanden. Es ist organisiert. Diese Aussagen sind mit Beweisen untermauert, die zum Teil aus Geheimdienstinformationen stammen. Einige dieser Informationen sind offenkundig, andere sind ihre eigenen Worte und ein anderer Teil ist uns durch Geheimdienstarbeit zugekommen.

Eine Seite des Dreiecks besteht aus der Planung, die durch die USA und die Zionisten durchgeführt wurde. Seit einigen Monate planen sie alles. Und zwar, dass sie in den kleinen Städten beginnen, sich dann in Richtung des Zentrums vorarbeiten und die Menschen hinsichtlich ihrer Forderungen anheizen. Dieser Plan wurde entworfen und seit einigen Monaten arbeiten sie diesen Plan aus. Dieser Plan entstammt den USA und den Verantwortlichen des zionistischen Regimes.

Die zweite Seite des Dreiecks besteht aus dem Geld von einer dieser steinreichen Regierungen in der Nähe des Persischen Golfs. [Gelächter unter den Zuhörern] Diese Form von Arbeiten erzeugen Ausgaben, dafür müssen sie aufkommen. Die USA sind nicht bereit zu zahlen, solange es diese Regierungen hier gibt. Das ist die zweite Seite.

Die dritte Seite des Dreiecks sind die Laufburschen, bestehend aus der mörderischen MEK [Mudschahidine Chalq]. Das waren die Laufburschen.

[Zuhörer rufen Parolen gegen die Feinde]

Seit Monaten sind sie vorbereitet. Die eigenen Medien der MEK haben sich dazu bekannt. Sie sagen, dass sie seit Monaten mit den USA bezüglich dieser Ereignisse in Verbindung standen, den Laufburschen spielten, organisierten, Treffen vereinbarten, innerhalb des Landes Unterstützer fanden und denen diese Parolen und Aufrufe mitgaben. Die Parolen kommen auch von ihnen. Parolen wie „nein zu Teuerung“; nun, das ist eine Parole, die jedem gefallen wird. Mit dieser Art Parolen wollten sie einige Menschen anziehen, anschließend stoßen sie selbst in die Mitte und verfolgen ihre finsteren Ziele, während sie die Menschen hinter sich herziehen. Das waren ihre Ziele.

Was die Menschen hier gemacht haben, ist Folgendes: Zunächst sind einige dazugekommen, auch wenn es keine besonders große Menge war. Aber sobald klar wurde, welche Ziele diese Menschen verfolgen und ihre Parolen sich herausstellten, distanzierten sich die Menschen von ihnen. Die gleichen, die sich am Donnerstag und Freitag den Versammlungen mit den Parolen wie z. B. „nein zur Teuerung“ angeschlossen hatten, haben sich am 9. Dey (30. Dezember) bei den überwältigenden Demonstrationen beteiligt und gegen die USA und die Heuchler (MEK) Parolen gerufen. Die Menschen haben sich von ihnen distanziert.

Zwei Kommandozentralen wurden in den Nachbarstaaten des Irans errichtet. Das haben sie gestanden. Das sind ihre eigenen Geständnisse, nicht die Geständnisse von hier, sondern von jenen, die in den Interviews Dinge ausplaudern und solche Informationen preisgeben. Sie sagen, dass zwei Kommandozentralen für die virtuellen Netzwerke und die Koordination der Unruhen mittels der USA und des zionistischen Regimes in Nachbarstaaten des Irans errichtet wurden. Das sind ihre eigenen Geständnisse. Das heißt, sie haben alles vorbereitet und sich bereits im Vorfeld als endgültigen Sieger gesehen.

Gelobt sei Allah, der unsere Feinde dumm gemacht hat. Gott sei Dank! Trotz so vieler aufeinander folgender Ereignisse, haben sie diese Nation immer noch nicht kennengelernt. Sie haben immer noch nicht verstanden, was die Bedeutung eines Schutzwalls aus nationalem Glauben, nationaler Standhaftigkeit und Mut bedeutet. Sie haben die tiefe Bedeutung noch nicht verstanden. Und diese Armseligen, Ausgenutzten und Elenden im Land sagen einerseits „Geopfert sei mein Leben für den Iran“ und andererseits zünden sie die iranische Flagge an. Diese Verstandlosen haben nicht begriffen, dass diese beiden Taten nicht miteinander vereinbar sind.

Sie sagen: „Geopfert sei mein Leben für den Iran!“ Nun, hoffentlich opfert ihr euch für den Iran, so Gott will. Aber wann haben solche Gruppen und Gestalten sich denn je gegen den Feind gestellt und ihm die Stirn geboten? Gegenüber den Feinden Irans war es die Hizbullah-Jugend, die revolutionäre Jugend, die dem Feind mal wieder die Stirn geboten hat. Wer waren die dreihunderttausend Märtyrer in der Epoche der heiligen Verteidigung? Wer waren unsere Märtyrer danach? Es waren genau diese gläubigen und revolutionären Jugendlichen, die das Land gegenüber den Antirevolutionären verteidigt haben, gegenüber den ausländischen Aggressoren, gegenüber den USA. Wann habt ihr euch denn jemals für den Iran geopfert, dass ihr ruft: „Geopfert sei ich dem Iran“? Ihr sagt „Geopfert dem Iran“, dann kommt ihr und zündet die Flagge an? Ist das denn kein Zeichen von Dummheit, Unreife und Unerfahrenheit?

Einige Worte an die USA

Nun zu den USA: Die USA sind wütend, sehr wütend. Wem gegenüber sind die wütend? Sie sind nicht nur meiner Wenigkeit gegenüber wütend, sie sind auch auf euch zornig, auf die iranische Nation, auf die iranische Regierung, auf die iranische Revolution. Wieso? Weil sie eine Niederlage erlitten haben. Sie haben die Niederlage aufgrund dieser immensen Bewegung davongetragen.

Die US-Verantwortlichen sind jetzt dem Wahnsinn verfallen. Der US-Präsident sagt: „Die iranische Regierung hat Angst vor seiner Bevölkerung.“ Nein, die iranische Regierung entstammt diesen Menschen, sie gehört diesen Menschen, sie ist durch diese Menschen geschaffen worden und sie verlässt sich auf diese Menschen. Warum sollte sie Angst haben? Wenn diese Menschen nicht wären, gäbe es keine Regierung. Die Tatsache, dass diese Regierung nun vierzig Jahre euch [USA] gegenüber Widerstand leistet, ist nur mithilfe dieser Menschen möglich. Es waren die Menschen, die der Regierung geholfen haben, damit sie euch gegenüber standfest steht.

Sie sagen: „Die iranische Regierung fürchtet sich vor den USA.“ Nun, wenn wir Angst vor euch haben, wie kann es dann sein, dass wir euch Ende der 70er aus dem Land und in diesem Jahrzehnt aus der gesamten Region geworfen haben?

[Zuhörer rufen Parolen gegen die Feinde]

Sie sagen: „Die iranische Bevölkerung ist hungrig und benötigt Lebensmittel.“ Gemäß der eigenen US-Statistik existieren in den USA 50 Millionen hungrige Menschen, die des Abendbrotes bedürftig sind. Und dann sagt ihr, die iranischen Nation sei hungrig?! Die iranische Bevölkerung hat mit Ehre und Würde gelebt, und so Gott will, wird die Lage sich mit der göttlichen Hilfe Tag für Tag verbessern und die wirtschaftlichen Probleme werden, zur Verbitterung der Feinde, behoben werden.

Der US-Präsident bringt seine Sorge zum Ausdruck! In diesen fünf bis sechs Tagen hat der Herr nahezu jeden Tag seine Anmerkungen zum Besten gegeben. [Gelächter] Beim Umgang mit den Demonstranten bringt er seine Sorge zum Ausdruck, z. B. wie die iranische Regierung mit den Demonstranten umgeht usw. – schämt ihr euch nicht?

[Gelächter]

Eure US-Polizei hat in einem Jahr mehr als 800 Menschen eurer Bevölkerung ermordet! In einem Land, in einem Jahr. Die Polizei, die für die Sicherheit der Menschen verantwortlich ist, tötet 800 Menschen?! Ihr seid jene, die beim Wallstreet-Aufstand alles nur Erdenkliche gegen die Menschen eingesetzt habt, ihr habt sie getreten, geschlagen und getötet. Eine Frau, die in einem PKW saß, wurde von der Polizei angehalten und auf Verdacht vor den Augen ihres Kindes ermordet. Diese Dinge ereignen sich immer und immer wieder in den USA.

Einige Worte an England

England! Die Verantwortlichen des verbrecherischen Englands haben ebenso ihre Sorge zum Ausdruck gebracht. Der englische Richter hat in dem Vorfall des Angriffs auf Muslime und der Selbstverteidigung der Muslime, das sich vor Kurzem ereignete, ein Urteil gefällt, und zwar dass, wenn ein Muslim einen Stein hebt, diesen aber nicht wirft, er vier Jahre hinter Gitter kommt. Wenn er den Stein wirft, dann kommt er sieben Jahre hinter Gitter. Das ist euer Richter.

Die Herrschaften, die sich Hollywood-Filme anschauen, in denen der Richter bzw. die Polizei soundso handelt, denken, die Rechtssysteme des Westens seien wirklich wie in den Filmen. Die, die sich täuschen lassen, sollen diese Worte hören. Der englische Richter hat ein Urteil gefällt. Das Heben aber nicht Werfen eines Steins führt zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren. Wenn man ihn wirft, erhält man bis zu sieben Jahren. Ein Molotowcocktail, wenn man ihn baut, mit sich trägt, aber nicht wirft, führt zu sieben Jahren Gefängnis, wenn man ihn wirft, fünfzehn Jahren Gefängnis. So gehen sie gegen die Menschen vor. Und nun sind diese Leute die Sorgenträger der Demonstranten im Iran, sodass ihnen bloß kein Unrecht widerfahren möge.

Das finale Ziel der USA, ihre Strategie und Vorgehensweise

Ihr finales Ziel ist klar. Natürlich hat die vorherige US-Regierung das nicht zugegeben und das Gegenteil behauptet. Aber auch deren Ziel war dasselbe: die Vernichtung der Islamischen Republik. Die vorherige Regierung bestand darauf und wiederholte, dass sie die Islamische Republik akzeptieren. Mir hat man einige Briefe geschickt und wiederholend bekundet, dass sie die Islamische Republik akzeptieren. Nun gut, wir haben die Taten gesehen, unsere Augen sind offen, es wird verstanden. Die Taten sprachen die Taten eines Umsturzes. Jetzt sagen sie es klar und unmissverständlich und ohne jede Rücksicht, dass das Ziel die Vernichtung der Islamischen Republik ist. Das ist ihr Ziel.

Wie ist ihr Vorgehen? Bitte beachten Sie diesen Punkt. Ihre Methode ist es, der Islamischen Republik ihre nationalen Machtmittel zu entreißen. Die nationale Macht besteht aus folgenden Mitteln: Eines der wichtigsten Mittel der nationalen Macht sind die Emotionen der Menschen und die kollektive Denkweise der Menschen, die sich zum Wohl und zur Weisheit der Menschen und Regierung bewegt. Das ist die kollektive Denkweise, die man aus der Islamischen Republik tilgen möchte.

Ein weiteres Mittel der nationalen Macht, und das nenne ich insbesondere, weil sie es des Öfteren wiederholen, ist unser aktives Eingreifen in der Region. Das mächtige Eingreifen der Islamischen Republik in der Region ist eines der Mittel der nationalen Macht. Es zeigt, wie stark die Nation ist – und sie ist es tatsächlich. Sie möchten diese Stärke zerstören. Nun möchte ein europäischer Politiker – die US-Politiker trauen sich schon gar nicht mehr das Wort „Verhandlung“ auszusprechen – sich mit uns über unser Eingreifen in der Region unterhalten. Sie sagen: „Wir möchten über Irans Aktivitäten in der Region sprechen.“ Nun, wir müssen über eure Anwesenheit in der Region sprechen. Was sucht ihr denn hier in der Region? Das ist ein Mittel der nationalen Macht. Dieses Mittel möchten sie auch der Islamischen Republik entreißen.

Ein weiteres Mittel der nationalen Macht ist die militärische Verteidigungsstärke des Landes. Diese möchten sie auch den Iranern entwenden. Wenn ihr bemerkt, dass sie so einen Lärm und Wirbel um die iranischen Raketen machen, dann liegt das daran, dass die Islamische Republik im Falle eines Raketenangriffs eine passende Antwort parat hat. Das ist ein Mittel der nationalen Macht. Diese Macht besitzt der Iran heute und sie möchten ihm das wegnehmen.

Eines der wichtigsten Mittel der nationalen Macht ist die gläubige Jugend. Sie möchten diesen Glauben von den Jugendlichen nehmen. Es ist der gläubige Jugendliche, der zum Atom-Thema und dem wissenschaftlichen Fortschritt in der Nanotechnologie, der Embryologie und in anderen wissenschaftlichen Gebieten schlaflose Nächte und harte Zeiten durchlebt, damit er den wissenschaftlichen Fortschritt zum Gipfel bringt. Es ist die gläubige Jugend, das sind unsere gläubigen Kinder, und wir kennen viele dieser Jugendlichen sehr gut. Die Feinde möchten diesen Glauben und die Motivation von den Jugendlichen entwenden.

An die US-Verantwortlichen

Nun ich möchte einige kurz Themen ansprechen, damit unser Gespräch nicht zu lang wird. Ein Thema betrifft die USA. Erstens: Verehrte US-Verantwortliche, diesmal seid ihr auf die Nase gefallen. Es kann sein, dass ihr es noch mal wiederholt. Ihr solltet wissen, dass ihr wieder auf die Nase fallen werdet.

[Zuhörer rufen Parolen]

Zweitens habt ihr uns in diesen Tagen Schaden zugefügt, und vielleicht werdet ihr uns auch in Zukunft Schaden zufügen. Denkt daran, dass das nicht ohne Vergeltung bleibt.

[Zuhörer rufen Parolen]

Drittens: An diesen Herrn, der dort an der Macht ist [Trump] – auch wenn es den Anschein erweckt, dass er psychisch nicht ausgeglichen ist [Gelächter] – in diesen Tagen werden in den USA seine psychischen Probleme besprochen, anscheinend wird er von einem Psychiater oder von Psychologen betreut – nun das haben wir auch gehört; er, seine Gefolgsleute und alle um ihn herum sollten wissen, dass diese verrückten Show-Spielchen auch nicht ohne Antwort bleiben werden.

Die Islamische Republik steht fest auf ihren Säulen und Fundamenten und wird diese verteidigen, sie wird ihre Nation verteidigen, sie wird ihre Interessen verteidigen und sie wird nicht unter dem Druck solcher Tyrannei nachgeben. Und jene, die gern mit den USA zusammensitzen, aufstehen, Nächte verbringen und sich mit ihnen vermengen wollen – unabhängig davon, ob sie im Land oder außerhalb sind – sollten diesen Worten genau zuhören und wissen, dass diese Nation gefestigt ist und mit der Gnade Gottes die Probleme lösen wird. Dieses System hat die Fähigkeit, all seine Probleme zu lösen und wird das, so Gott will, auch umsetzen. Diese Worte waren an die USA adressiert.

An die iranische Regierung

Einige Worte habe ich für unsere eigenen Regierungsverantwortlichen – das betrifft natürlich auch meine Wenigkeit, da ich selbst auch inbegriffen bin – an die politisch motivierten Institutionen, die politische Arbeit leisten, nachdenken, schreiben, Reden halten, aktiv sind und die Verantwortlichen der Regierung.

Wir haben über äußere Feinden gesprochen. Und das, was wir gesagt haben, waren keine Mutmaßungen; es sind Tatsachen, es sind Nachrichten, es sind Fakten. Der äußere Feind existiert, jedoch darf das nicht der Grund dafür sein, dass wir über unsere Schwächen hinwegsehen. Wir haben auch Schwächen, wir haben auch einige Fehler begangen und es besteht Unordnung in unserer Arbeit. Es ist nicht so, dass wir keinen Fehler begehen und wir keine Irrtümer begehen und alles von außen verursacht wird. Nein, eine Fliege setzt sich auf eine Wunde. Heilt die Wunde und lasst nicht zu, dass eine Wunde entsteht. Wenn wir keine inneren Probleme haben, dann können weder diese Netzwerke etwas bewirken, noch sind die USA zu irgendwas in der Lage.

Wir müssen unsere Probleme selbst lösen. Die inneren Probleme müssen wir selbst lösen. Wir müssen unsere Schwächen in den Griff bekommen. Wir haben Schwächen. Die Verteidigung der Rechte der Unterdrückten ist die Pflicht von uns allen, insbesondere die Rechte der schwachen Schicht des Volkes. Das sind unsere Pflichten und wir müssen alle gut achtgeben. Es gibt andere Schichten, die wohlhabend sind und denen der wirtschaftliche Druck weniger Probleme bereitet. Wir müssen diese Menschen (Bedürftigen) vom Druck entlasten – das muss unsere Bemühung sein.

Eine weitere (notwendige) Sache ist, dass alle drei Staatsgewalten die Probleme des Landes kennen und sich jeweils auf die Behebung dieser Probleme konzentrierten. Wir müssen die Probleme auflisten und die zehn bis fünfzehn wichtigsten Probleme auflisten. Wir müssen die Aufgaben verteilen und uns auf die Probleme fokussieren, Zeit investieren und sie dann lösen. Ich habe mehrere Treffen im Hinblick auf gesellschaftliche Probleme organisiert. Es sind nun zwei bis zweieinhalb Jahre vergangen, in denen wir regelmäßige Treffen wichtiger Politiker vereinbaren, wie z. B. Ministern, Abgeordneten, Institutionsverantwortlichen und Verantwortlichen der drei Staatsgewalten und über diese Probleme sprechen. Wir diskutieren. Ich habe dort den Herren gesagt: Wir müssen all diese Aufgaben aufteilen.

Man muss ehrlicherweise sagen, dass in manchen Gebieten sehr gute Fortschritte erzielt wurden. Zu einigen Themen wurde bereits konzentriert gearbeitet und es wurden Fortschritte erzielt. Wir haben keine unlösbaren Probleme in unserem Land, sodass wir sagen könnten, die Probleme seien nicht lösbar. Diese Knoten sind zu lösen. Das sollten alle wissen. Alle diese Knoten sind lösbar. Jedoch müssen wir uns nur ein wenig mehr vorbereiten, das Ruder im Griff haben, mehr und genauer arbeiten.

Zusammen statt gegeneinander ist die Lösung

Der nächste Punkt ist, dass wir zusammenhalten. Die Verantwortlichen des Landes sollten zusammenhalten. Ja, jeder Bereich trägt eine Verantwortung und muss Antworten liefern. Der eine Bereich geht den anderen nichts an. Das wissen wir. Das Parlament, die Judikative, die Legislative, die Exekutive und alle anderen Bereiche und Institutionen, jeder dieser Bereiche hat seinen eigenen Verantwortungsbereich. Die Arbeit des einen Bereichs geht den anderen Bereich nichts an. Ihnen werden keine Fragen zu anderen Bereichen gestellt.

Jedoch gilt das nur in einer normalen Situation. Wenn ihr seht, dass der trotzige und bockige Feind euch droht und mit seinen Aktionen Probleme im Inneren des Landes verursacht, dann müsst ihr Hand in Hand zusammenarbeiten und euch gegenseitig unterstützen.

Ich sage das allen, sowohl den Verantwortlichen des Landes als auch den anderen politischen Bereichen des Landes: Arbeitet miteinander, bemüht euch, schließt euch zusammen, zersetzt euch nicht gegenseitig. Es sollte nicht so sein, dass der eine das Wort des anderen auseinandernimmt und anders herum. Schließt euch zusammen. Das System der Islamischen Republik ist einheitlich. Natürlich sind die Bereiche unterschiedlich, aber das System ist eine Einheit, es ist ein System. Die Exekutive gehört auch zu diesem System. Die Judikative gehört auch zu diesem System. Die Legislative gehört ebenso zu diesem System. Die bewaffneten Einheiten gehören zu diesem System. Die Sicherheitskräfte gehören zu diesem System. Der wissenschaftliche Apparat gehört auch zu diesem System. Alle gehören zusammen.

Das Gesetz ist Maßstab für jeden Iraner

Der nächste Punkt ist, dass alle Iraner die Gesetze als Maßstab sehen. Wir werden nur Nachteile durch Gesetzlosigkeit erleiden, wir machen Verluste. Im Jahre 2009 haben Sie gesehen, welchen Verlust wir erlitten haben. Wir haben wirtschaftliche Verluste erlitten und unser Ansehen war der Gefahr ausgesetzt. Was war der Grund dafür?

Der Grund dafür war die Gesetzlosigkeit. Wir haben ihnen gesagt: Kommt, lasst uns im Rahmen des Gesetzes bleiben. Das Gesetz ist klar. Ihr sagt, der Iran habe Wahlen; sehr gut, denn dort, wo Wahlen stattfinden, bestehen klare Regeln und Gesetze. Die rechtlichen Verpflichtungen sind klar. Also, dann kommt und arbeitet im Rahmen des Gesetzes. Sie taten es nicht und haben sich nicht dem Gesetz unterworfen. Sie sind gesetzlos vorgegangen und haben Probleme verursacht. Sie haben für das Land, für sich und für das Volk Probleme verursacht. Sieben, acht Monate hintereinander haben sie für Unsicherheit und diverse andere Probleme gesorgt. Grund dafür ist, dass sie sich nicht dem Gesetz gebeugt haben. Sie sollen Empfehlungen abgeben, Bestätigungen geben, Forderungen stellen an die verschiedenen Organe – so muss man sich dem Gesetz gegenüber beugen.

Kritik und Hinweis sind gut, aber nicht Schwarzmalerei

Ein weiter Punkt ist, dass Kritik eine gute und notwendige Sache ist. Das Hinweisen ist auch eine gute und notwendige Sache. Aber Kritik und Hinweis sollten nicht in Form von Schwarzmalerei durchgeführt werden. Wir haben in der exekutiven Gewalt viele tausende Beamte. Unter diesen Tausenden ist es möglich, dass zehn oder zwölf Menschen auch korrupt sind. Wenn wir das aber aufbauschen, verallgemeinern und größer machen, als es ist, dann wird unsere Jugend, die das von mir oder ihnen hört – zurecht – unsicher werden und sagen: erstaunlich! Alle unseren Beamten haben dieses Problem, wird dann behauptet werden.

Nein, mein Herr! Jetzt sagen wir, unter den hunderten oder tausenden Beamten in der Exekutiven oder Judikativen gibt es ein paar verdorbene Beamte, ebenso in der Legislative. So viele ehrliche und fleißige Richter sind beschäftigt, mit Sicherheit gibt es auch darunter einige Verdorbene, wir wissen das! So etwas gab es schon immer und gibt es auch heute. Wir gehen entsprechend mit ihnen um. Wir werden mit all diesen Personen aus der Legislative, Judikative und Exekutive entsprechend umgehen. Im Parlament kann es auch sein, dass unter den hunderten von Abgeordneten ein oder zwei ihre Aufgaben nicht rechtmäßig erfüllen oder anders handeln. Man kann das nicht verallgemeinern. Wenn wir also darauf hinweisen oder Kritik ausüben, dann sollte das gerecht sein. Wir sollten nicht übertreiben, verallgemeinern, Schwarzmalerei betreiben.

Schaffung von Arbeitsplätzen durch inländische Produktion

Ein weiterer Punkt ist, dass die Verantwortlichen des Landes sich dem Thema Arbeitsplätze und Produktion widmen. Wir haben dieses Jahr der Arbeit und inländischen Produktion gewidmet. Das sind Schlüsselthemen. Diese Worte sind vor allem an die operativen Verantwortlichen gerichtet. Es kann natürlich sein, dass auch weitere Verantwortliche hierbei eine Rolle spielen. Wir haben das Problem des Imports bereits mehrfach an die verehrte exekutive Gewalt adressiert.

Manche beschweren sich, warum Herr soundso [gemeint ist Imam Chamenei selbst] sie nicht darauf hinweist. Nein, ich weise sehr oft darauf hin. Wenn Sie sehen, dass ich mal öffentlich etwas beim Namen nenne, dann ist das nicht mal ein Zehntel meiner Hinweise, der Einwände und meiner Konfrontationen mit diesen Herrschaften. In den Regierungssitzungen betone ich das ständig, mahne sie und fordere sie häufig. Und es ist nicht so, dass wir über die Angelegenheiten nicht informiert seien. Manche sagen, Herr soundso [Imam Chamenei] ist über folgendes Thema nicht informiert. Ich muss über die gesellschaftlichen, allgemeinen und wichtigen Themen zehnmal mehr informiert sein als die Menschen, und Gott sei Dank bin ich es. Ich erhalte von überall eine Menge Informationen. Sowohl über die Menschen als auch über die Regierung als auch über Offizielle und Inoffizielle. Wir erhalten sie, schauen es uns an, und verstehen die Themen und wissen um die Probleme. Das, was ich verfolge, ist, dass diese wichtigen Schlüsselthemen bearbeitet werden. Diese müssen mit Priorität angegangen werden. Dazu zählt die Beschäftigung.

Viele dieser gesellschaftlichen Einbußen und negativen Aspekte werden mit der Beschäftigung verschwinden. Viele der Probleme sind in der Arbeitslosigkeit der Jugend begründet. Wenn wir für mehr Beschäftigung sorgen wollen, dann müssen wir uns dem Thema der Produktion widmen und die inländische Produktion mit der richtigen Methode, einer genauen Politik, voranbringen. Das unsinnige Streuen von Geld wird nichts bringen. Wir müssen genau kalkulieren und genau arbeiten. Gott sei Dank haben sich die Verantwortlichen in der Exekutive diesem Thema angenommen und wir werden ihnen, so Gott will, wo wir nur können helfen. So Gott will, werden wir Ergebnisse erzielen.

Wichtiger Hinweis an die Sicherheitskräfte

Der nächste Punkt ist, dass unsere Sicherheitskräfte, die Polizei, die Revolutionsgarden, die Basidschis in diesen Ereignissen ihre Pflicht erfüllt haben, sie haben gut gehandelt. Die oberen Verantwortlichen haben sich bei ihnen bedankt und ich habe mich ebenfalls bei ihnen bedankt.

Lediglich sollte beachtet werden: Der Jugendliche, der beeinflusst durch ein virtuelles Netzwerk in den sozialen Medien eine Tat begeht oder etwas sagt, ist von einer Person, die mit den organisierten Gruppen regelmäßig in Verbindung steht und zu den Laufburschen zählt, zu unterscheiden. Es ist zu unterscheiden. Diese sollte man nicht gleich bewerten. Manche haben die Studenten ins Spiel gebracht. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Studenten und einem Nichtstudenten. Das Umfeld der Studenten ist, dank Allah, eines der besten und gesündesten Umgebungen. Wir haben mehrere Millionen Studenten, die aktiv studieren, forschen und arbeiten. Unsere Universitäten hatten gar kein Problem. Es kann sein, dass einige dieser (Studenten) sich auch beteiligt haben und sich in Probleme gestürzt haben. Beschuldigt aber nicht unnötigerweise die Studenten.

Wenn jemand wirklich schuldig ist, dann macht es keinen Unterschied, ob er ein Gelehrter, Nichtgelehrter, ein Student, ein Gebildeter oder ein Ungebildeter ist. Wenn jemand wirklich schuldig ist. Lediglich muss man unterscheiden. Die betroffenen Verantwortlichen müssen zwischen dem – wie schon erwähnt –, der aufgrund des Einflusses der sozialen Medien handelt, und einer Person, die im systematischen Kontakt zu den Laufbursch-Netzwerken der USA und der Heuchler (MEK) in Verbindung steht, unterscheiden. Diese sind nicht auf eine Stufe zu setzen. Das war noch ein Punkt. Die erste Gruppe (die Beeinflussten) muss man aufklären und man muss mit ihnen reden. Aber es ist etwas anderes, wenn in Durud, Tubestar, Chomeinischar Menschen ermordet und Dinge zerstört werden. Diese sind nicht gleichzusetzen. Das war unser Wort an diese Verantwortlichen.

Lob und Hinweise an die iranische Nation

Unseren Menschen möchte ich noch ein paar Worte mitteilen – auch wenn die bisherigen Worte an die ganze Bevölkerung gerichtet waren. Den Menschen sage ich, dass ich zu Gott bete, dass er zufrieden mit euch sein möge. Ihr habt gut gehandelt. In all den Jahren, überall, wo das Land euch gebraucht hat, seid ihr stets da gewesen, ohne ein Wort, ohne etwas zu verlangen, habt ihr mit Weitsicht das Feld betreten. Unser geliebtes Volk hat richtig gehandelt. Gott wird, so wahr er will, seine Gnade, sein Erbarmen und seine Belohnung über dieses Volk ausschütten. Ihr habt die Stirn geboten und ihr habt dieses Land gerettet. Sowohl in der Phase der heiligen Verteidigung hat das Volk das Land gerettet als auch in den politischen und wissenschaftlichen Angelegenheiten. Eure Jugend war ebenfalls für den wissenschaftlichen Fortschritt verantwortlich. Wie bereits erwähnt, arbeiten in den Institutionen, in denen wissenschaftlicher Fortschritt zu verzeichnen ist, eure Jugendlichen, die Jugend des Volkes, es sind eure Kinder. Es sind eure Kinder, die wissenschaftliche Arbeit leisten. Eure Anwesenheit hat dem Land Ansehen verliehen.

Überall, wo die Teilnahme des Volkes notwendig ist – sei es am 22. Bahman (11. Februar), sei es der Quds-Tag, sei es die letzten Tage und ähnliches –, waren die Menschen da und haben teilgenommen. Ihr habt dem Land Ehre und Ansehen verliehen. Bei den Wahlen, den Märschen, überall, wo die Anwesenheit der Menschen notwendig war. Die Teilnahme der Menschen hat Auswirkungen. Ihr habt die Ehre und das Ansehen geschützt.

Worauf ihr achten solltet, ist, dass einer der wichtigsten Pläne des Feindes die Streuung von Gerüchten ist. Ich sagte bereits, dass die kollektive Denkweise der Menschen ein Mittel der nationalen Macht ist. Was tun sie, um diese kollektive Denkweise zu ändern? Sie verbreiten Lügen und Gerüchte. Verbreitet die Gerüchte der Feinde nicht. Wir sollten nicht eine bodenlose Information, die wir irgendwo aufgeschnappt haben, an fünf oder sechs weiteren Orten erzählen und verbreiten. Das ist nämlich genau das, was der Feind möchte. Daher solltet ihr das nicht tun. Wir sollten die Gerüchte des Feindes nicht wiederholen und vor allem nicht glauben. Solange es keine Beweise gibt, keine logische und vernünftige Darstellung vorliegt, sollten wir das Wort des Feindes nicht annehmen.

Die Regierung wurde vom Volk gewählt, ist fleißig und begeht auch Fehler

Ein weiteres Thema ist, dass alle wissen sollten, dass die hohen Verantwortlichen des Landes (fleißig) arbeiten. Dass wir denken, die Verantwortlichen schlafen oder arbeiten nicht, ist falsch. So ist es nicht. Ich bin ein Zeuge aus nächster Nähe. Ich sehe, dass diese Verantwortlichen, soweit sie können, arbeiten.

Allerdings begehen sie auch Fehler und sie sind auch schuld daran. Dies möchten wir nicht leugnen. Meine Wenigkeit hat auch Fehler und ich bin auch schuld. Möge der liebe Gott uns verzeihen. Aber die Verantwortlichen arbeiten und bemühen sich. Dass man Gerüchte verbreitet: „Mein Herr, das bringt doch nichts, die können doch nicht, die bringen doch nichts, überall ist es versperrt usw.“ – so ist es nicht! Einige der Probleme werden gerade gelöst. Andere Probleme sind lösbar und wieder andere Probleme benötigen Zeit. Das müssen wir berücksichtigen.

Wenn man die Probleme aus der Ferne betrachtet, so sind sie leicht lösbar. Sobald wir uns aber der Sache nähern, so sehen wir, dass es doch nicht so leicht zu lösen ist. Ich erinnere mich: Zu Lebzeiten des Imams (Chomeini) kamen einige zu ihm und beschwerten sich über – ich war damals Präsident – den Präsidenten, dem Ministerpräsidenten oder einem anderen Minister und sagten beispielsweise, dass diese Herren ihre Aufgaben nicht erfüllt haben. Der Imam hörte zu und als sie dann fertig waren, sagte er, die Führung des Landes sei schwer. Es war tatsächlich so, es ist eine schwierige und keine leichte Aufgabe. Es erfordert Mühe und Einsatz, man muss auf dem neuesten Stand sein, aufmerksam sein. Es erfordert physische und psychische Stärke. Nun, die Verantwortlichen sind alle direkt oder indirekt die Wahl des Volkes. Und sie arbeiten. Man muss ihnen helfen. Wir müssen alle den Verantwortlichen helfen, damit sie gute Arbeit leisten.

Ich werde jedoch Hinweise geben – wie schon erwähnt ist das, was ich öffentlich sage, nicht ein Zehntel dessen, was ich in [internen] Sitzungen anmerke. Manchmal mahnen wir sie, manchmal setzen wir uns auseinander und natürlich weisen wir auf diverse Themen hin. Wir haben es bereits gesagt, soweit die Kapazitäten reichen. Ich möchte das allen mitteilen: Ich glaube ehrlich an die volksbasierte Führung und wir glauben wirklich an diese volksbasierte Führung. Jeden, den dieses Volk wählt, akzeptieren wir als Führungsperson, als Verantwortlichen und wir sehen es als Notwendigkeit und unsere Pflicht an, ihm zu helfen. Mit allen Regierungen war es so und mit dieser Regierung ist es ebenso. Ich habe allen Regierungen geholfen. Jedoch mische ich mich in den detaillierten Angelegenheiten nicht ein. In den spezifischen Angelegenheiten mischen wir uns nicht ein, aber helfen ihnen. Ich habe allen Regierungen geholfen und dieser verehrten Regierung helfen wir auch.

Die Zukunft des Irans ist blühend

Mein Blick auf die Zukunft dieses Landes ist sehr klar und verheißungsvoll. Ich weiß, dass der erhabene Herr dieses Volk auf die höchsten Stufen erheben will. Sie sollten wissen, dass so Gott will mit dem Segen des Islams, mit dem Segen des Systems ohne jeglichen Zweifel diese Nation die höchstmöglichen Stufen erreichen wird, die der iranischen Nation zustehen zu erreichen. Sie sollten weiterhin wissen, dass die Verschwörungen, Zerstörungen und Angriffe der Feinde keine Auswirkungen haben werden. Und wortwörtlich wird der Feind einen Teufel tun!

Der Friede und Segen Gottes seien mit Ihnen.

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